Aus aller Welt
The Rotarian -- Mai 2012
RI Präsident elect Sakuji Tanaka im Dezember 2011 in Christchurch.
E ine Umschau über die Arbeit von Rotary Clubs in aller Welt ist immer schon von vornherein zum Scheitern verurteilt: für jeden Club, über den berichtet wird, gibt es Tausende von Clubs, die dabei zwangsläufig übergangen werden müssen. Und das nicht, weil ihre Projekte weniger erwähnenswert wären! Wenn also The Rotarian über eine Handvoll von Clubs berichtet, dann ausdrücklich unter dem Vorzeichen, dass diese Clubs stellvertretend für all die anderen engagierten Rotarier in aller Welt vorgestellt werden:
Kanada
Der Rotary Club Campbell River Daybreak (British Columbia) gibt seine eigene Rechen-DVD für Kinder unter sechs Jahren mit dem Titel I Love When We Count (etwa: Zählen macht Spaß) heraus. Das Video wurde gemeinsam mit örtlichen Schuldistrikten produziert und soll Eltern dabei helfen, mathematische Konzepte spielerisch im Alltag zu üben. Bisher wurden über 1500 Exemplare verteilt.
Indien
Jyoti Chowdharys Eltern starben, als sie sieben Jahre alt war. Sie wurde von ihren Großeltern aufgezogen, die sie immer ermutigten, ihre Träume zu realisieren. Im November letzten Jahres erhielt sie bei einem Treffen des Rotary Clubs Chandigarh Mid Town das siebte Stipendium in einem Programm, das der italienische Rotary Club Mailand Südost ins Leben gerufen hatte, um besonders weibliche Ingenieure zu fördern. Frau Chowdhary hatte die indische Zugangsprüfung (All India Engineering Entrance Exam) als eine der besten abgelegt. Das Stipendium von 1000 USD pro Jahr wird ihr jetzt ein Ingenieurstudium ermöglichen.”
Neuseeland
Rotary Clubs aus aller Welt sammelten gemeinsam 70.000 Dollar für den St. John Ambulance Rettungsdienst, um Rettungsausrüstungen zu ersetzen, die bei dem Erdbeben im letzten Jahr in Christchurch eingesetzt worden waren. Bei dem Erdbeben kamen 180 Menschen um und 1500 wurden verletzt. Präsident Tanaka überreichte den Scheck im Dezember.
Schweden
Rotarier aus 16 Clubs aus Italien, Lettland, Russland und Schweden trafen sich im September zu ihrem fünften Multi-Club Workshop, der vom RC Malmö International ausgerichtet wurde. Schwedische und italienische Clubs hatten 2006 damit begonnen, ein Treffen zu arrangieren, bei dem man sich kennenlernen und gemeinsam humanitäre Projekte konzipieren könne. Daraus gingen mittlerweile 10 Projekte hervor, deren Umfang weit über 100.000 Euro hinausgeht. Bei dem Septembertreffen wurden drei Kinderhilfsprojekte in Lettland und Russland vereinbart.
Thailand
Auch im Arbeiterort Nakhon Pathom herrscht Armut. Für über 1000 Kinder der Region reicht es oft nicht einmal zu Schuhen und Socken. Der Rotary Club Pra Pathom Chedi machte hier einen Anfang und stattete die ersten 500 Kinder mit vernünftigem Schuhwerk aus. Internationale Geber halfen mit.
Uganda
Zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember erstieg eine Gruppe den Margherita Peak als höchsten Punkt Ugandas, um auf die AIDS-Waisen Afrikas aufmerksam zu machen. Die Aktion brachte 25.000 USD für Rotarians for Fighting AIDS ein. Die Ersteigung war Teil einer Initiative des australischen Clubs Coolamon, der bis zum AIDS/Tag 2012 die Summe von 250.000 USD zusammenbringen will.
Bolivien und USA
Five for Water heißt eine Initiative von Bill Prost (RC Cape Girardeau, Missouri), die 2010 begann und bereits acht Brunnen in Bolivien fertiggestellt hat. Gemeinsam mit der Fair-Trade-Organisation Green Mountain verkauft die Organisation Bio-Kaffee an Rotary Clubs, welche diesen wiederum zur Finanzierung ihrer Clubprojekte weiter verkaufen. Bisher machen über 300 Clubs bei diesem Modell mit. Mit den Erlösen und anderen Spenden konnte Five for Water bisher 184.000 Dollar für Wasserprojekte einsetzen, wodurch über 50.000 Menschen in kaffeeproduzierenden Ländern geholfen wurde.
Sarah Robinson, Mitglied im RC Old Town, Maine, erlag im letzten Jahr im Alter von nur 26 Jahren einem Hirntumor. Zuvor hatte sie erfahren müssen, welche Strapazen Patienten gerade in ländlichen Gegenden bei ihren langen Fahrten zu Bestrahlungen in Kauf nehmen müssen. Ihr Wunsch nach einem Haus für Patienten nahe dem Krebszentrum in Lafayette wird jetzt durch ihren Club erfüllt. Um das Geld dafür aufzubringen, entschieden die Mitglieder, Immobilien in ihrer Stadt zu verkaufen. Der Bau eines Hauses dort begann im Oktober und wird gänzlich durch die Mitglieder finanziert. Das Grundstück wurde gestiftet von einem anderen Clubmitglied. Sobald das fertige Haus verkauft ist, kann ein geeignetes Patientenzentrum eingerichtet werden.
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