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 Rotarier feiern Errungenschaften im Kampf gegen Polio

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Oben: Bruce Aylward erklärt, wie wichtig es ist, dass Indien nicht mehr auf der Liste endemischer Länder steht. Unten: Der ehemalige Rotary Stipendiat John Skerrit bei der Annahme des Global Alumni Service to Humanity Award. Rotary Images/Alyce Henson

Mit einer spektakulären Laser-Show feierten die Rotarier auf der dritten Plenarsitzung der RI Convention 2012 in Bangkok am Dienstag zwei wichtige Meilensteine im Kampf gegen die Kinderlähmung.

Der erste Meilenstein war die gelungene Erfüllung der 200 Millionen-USD-Herausforderung (Challenge), Rotarys Antwort auf das Grant über 355 Millionen USD der Bill & Melinda Gates Foundation zur Ausrottung der Kinderlähmung. Zweitens wurde gefeiert, dass Indien seit Februar dieses Jahres nicht länger zu den endemischen Ländern zählt, und die Anzahl dieser Länder somit weltweit auf nur noch drei Länder zusammenschrumpft.

Die Redner der festlichen Veranstaltung, die auch live als Webcast verfolgt werden konnte, ermahnten die Rotarier jedoch, dass der Kampf gegen die Kinderlähmung noch nicht beendet und somit das endgültige Ziel noch nicht erreicht sei.

John F. Germ, Vorsitzender des Rotary US$200 Million Challenge Committee, betonte daher: "Unsere Clubs planen in den nächsten Jahren weitere Spendenaktionen zu Gunsten der Ausrottung der Kinderlähmung in ihren Gemeinwesen."

Germ gab zudem bekannt, dass mit Stand zum 4. Mai 215,7 Millionen USD für die Challenge, die offiziell noch bis zum Juni läuft, gesammelt werden konnten. Trotzdem sieht sich die Global Polio Eradication Initiative 2012 und darüber hinaus einer klaffenden Finanzierungslücke gegenüber. So bleibt es von zentraler Wichtigkeit, die Spendenleistung und-bereitschaft der Clubs und Distrikt auch weiterhin aufrecht zu erhalten.  

Bruce Aylward, Assistant Director-General für die Bereiche Polio, Notfälle und Länderzusammenarbeit bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, sagte, dass die Streichung Indiens von der Liste endemischer Länder "vermutlich der wichtigste Meilenstein bei den langen Ausrottungsbemühungen ist".

Die wieder zunehmenden durch Polio verursachten Fälle von Lähmungserscheinungen in Nigeria, Pakistan und Afghanistan sowie jüngste Ausbrüche der Krankheit in China, dem Kongo und Tadschikistan veranlassten laut Aylward dazu, noch entschlossener gegen die Krankheit vorzugehen. 192 Gesundheitsminister werden nächste Woche zusammenkommen und die Kinderlähmung zur gesundheitlichen Notlage erklären.

"Die Welt versteht klar die Konsequenzen eines Versagens", so Aylward. "Wir müssen schneller und konzentrierter reagieren und ein jeder von uns muss gleichermaßen Verantwortung übernehmen."

Der ehemalige Rotary Foundation Ambassadorial Scholar John Skerrit erhielt den Global Alumni Service to Humanity Award von Rotary Foundation Trustee Chair William B. Boyd überreicht. (Rede von Bill Boyd)

Skerrit leitete ein Postgraduierten-Programm für über 300 Agrarwissenschaftler aus 18 Entwicklungsländern. Mehr.

Amanda Martin, ehemalige Absolventin des Rotary Peace Center an der Chulalongkorn University in Bangkok, dankte den Rotariern für die Möglichkeit, ihr Fachwissen zu erweitern. Ihre Arbeit als Koordinatorin für Gesundheitswesen und Lehrerin in einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Thailand und Myanmar nannte sie "inspirierend und erfüllend".

"Rotary hat mein Leben nachhaltig verändert und mir etwas mitgegeben, was ich an meine Schüler und somit an die verarmten Menschen weitergeben kann, denen meine Schüler als Einsatzkräfte im Gesundheitsbereich helfen", so Martin.

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