Rotary.org: Aktuelles - Friedensnobelpreisträgerin fordert kollektive Stärke angesichts der Herausforderungen unserer Zeit

 Friedensnobelpreisträgerin fordert kollektive Stärke angesichts der Herausforderungen unserer Zeit

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Nobelpreisträgerin Leymah Gbowee auf dem Rotary World Peace Symposium am 5. Mai. Rotary Images/Monika Lozinska

Die Nobelpreisträgerin Leymah Gbowee rief Rotary Peace Fellows, Rotarier und Alumni auf, ihre kollektive Stärke für ihr Engagement zu nutzen, um den Herausforderungen der heutigen Zeit begegnen zu können. In ihrer Rede auf der Abschlussplenarsitzung des Rotary World Peace Symposiums in Bangkok zeichnete Frau Gbowee ihren persönlichen Weg auf, der als verbittertes Kriegsopfer begann und zu einer Identität als Friedensaktivistin führte. "Ich sehe es als meinen Zweck an, zu inspirieren, zu ermutigen und aufzurütteln", sagte sie in ihrer Rede vor den Gästen.

2003 mobilisierte Frau Gbowee Frauen aus allen ethnischen und religiösen Lagern, um für ein Ende des langen blutigen Bürgerkriegs in Liberia zu arbeiten. Als Gründerin der Bewegung Women for Peace organisierte sie Demonstrationen, bei denen die Frauen sangen und beteten, und sie forderte die Frauen der Anführer der oppositionellen Parteien auf, ihren Männern so lange intimen Verkehr zu versagen, bis sie ihre Waffen niederlegten. Der Bürgerkrieg endete schließlich mit der Wahl von Ellen Johnson Sirleaf - als erste Präsidentin Liberias und erste frei gewählte Frau als ein afrikanisches Staatssoberhaupt. 

Service als Mandat

Gbowee beschrieb, wie sie durch Afrika reiste und überall Zeugin von Gewalt gegen Frauen wurde. Doch trotz dieser Alltäglichkeit war sie von etwas anderem überrascht: "Ich hatte erwartet, Hass und Verbitterung zu finden - doch was ich vorfand, war einfach Stärke", sagte sie. “Die Frauen transzendierten ihre Sorgen und die Schwere ihres Lebens und fanden in sich selbst den Mut und den den Willen, ihre Lebensumstände und Gemeinden wieder aufzubauen. Diese Frauen erkannten, dass Zusammenhalten und gemeinsame Aktion nicht eine Wahl war, sondern einfach Leben bedeutete."

Wie Rotarierinnen und Rotarier, fuhr sie fort, sei für diese Frauen der humanitäre Dienst selbstverständlich, ein Mandat, das einfach erfüllte werden müsste. In einer Welt ohne Leitbilder sei es von besonderer Bedeutung, zu zeigen, was "Service" erreichen könne, wenn dahinter eine geschlossene Gemeinschaft stände anstatt Einzelpersonen. Gerade die rotarische Gemeinschaft könne zeigen, dass kollektive Stärke das einzige Mittel sei, Dinge zu bewegen. Und dabei, fügte sie hinzu, könnten auch "verrückte Ideen" manchmal die besten Veränderungen bringen könnten.

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