Berufsdienst-Projekt fördert berufliche Aussichten für Behinderte
Ryan Hyland
Rotary International News – 13. Januar 2012
Rotarier Mark Wafer (rechts) bei der Auszeichnung von Tawnya Walsh als Mitarbeiterin des Jahres 2010.
Foto mfG: Mark Wafer
Mehrere Distrikte in Ontario, Kanada, haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Berufschancen von Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen zu verbessern.
So schlossen sich die Distrikte 6290, 6400, 7070 und 7090 mit der Nonprofit-Organisation Community Living Ontario und Arbeitsagenturen zusammen, um gemeinsam ein Berufsdienst-Projekt umzusetzen, das Unternehmern Ressourcen und Trainings für die Einstellung behinderter Arbeitnehmer bietet. Und das Konzept zeigt Erfolg: seit Beginn des Programms im Jahr 2009 konnte über 130 behinderten Menschen eine Arbeitsstelle vermittelt werden.
Laut Projektmanager Joe Dale, Mitglied im Rotary Club Whitby, sind circa 49 Prozent aller Behinderten in Ontario arbeitslos. "Das Projekt trägt dazu bei, dass eine wachsende Anzahl von Arbeitgebern ihre Vorurteile gegenüber Behinderten abbauen". [...] Wir reisen durch die gesamte Provinz und regen Rotarier und andere Unternehmer dazu an, Menschen mit Behinderungen einzustellen und anderen von den Vorteilen zu berichten, die die Einstellung von Behinderten mit sich bringen."
Studien und Umfragen unter Arbeitgebern, die von Community Living Ontario durchgeführt wurden, zeigten, dass Arbeitnehmer mit Behinderungen einen mindestens genauso guten, wenn nicht sogar einen besseren Arbeitseinsatz zeigten, als ihre nichtbehinderten Kollegen. Zudem sind Behinderte bereit und in der Lage eine Vielzahl verschiedener Arten von Jobs auszufüllen und tragen zur Arbeitsmoral positiv bei.
Mark Wafer, ebenfalls Mitglied im Rotary Club Whitby und Inhaber von sechs Cafés, stellte innerhalb der letzten 16 Jahre selbst über 80 Menschen mit Behinderungen ein und ist überzeugt davon, dass ihm dies einen Wettbewerbsvorteil einbrachte. "Menschen mit Behinderungen sind loyal [...] und auch die anderen Mitarbeiter bleiben dem Arbeitgeber länger erhalten und "fühlen sich in einer solchen integrativen Arbeitsatmosphäre wohler. Es ändert die Einstellung der gesamten Belegschaft."
Joe Dale hofft, dass das Berufsdienst-Projekt noch in vielen weiteren Rotary Clubs und Distrikten Schule machen wird. "Rotarier können ihre Kontakte im Gemeinwesen nutzen, informieren und mit gutem Beispiel vorangehen, wenn es darum geht, Behinderten einen Arbeitsplatz zu verschaffen", so Dale.