24. Oktober: Erinnerung an ein Ziel
Rotary International News -- 24. Oktober 2011
Der 24. Oktober ist der Welt-Polio-Tag. Rotarier rund um den Globus nutzen diesen Gedenktag, um an ihren fortwährenden Einsatz zur vollständigen Ausrottung des Polio-Virus zu erinnern. Noch immer ist es nicht ganz geschafft, und noch immer hält sich der Erreger hartnäckig in einigen abgelegenen Regionen. Doch der Kampf geht weiter.
Seit über zwei Jahrzehnten haben es sich die Mitglieder von Rotary zu ihrer Sache gemacht, die Welt von der gefürchteten Kinderlähmung zu befreien. Schon mehrmals stand die Global Polio Eradication Initiative unmittelbar vor der Erreichung dieses hohen Zieles. Immer wieder schlug das Virus, das schon in der Antike gefürchtet war, zurück. Dennoch: die Anzahl der Erkrankungsfälle ging seit 1985 um 99,9 Prozent zurück, nur noch in vier Ländern kommen Ausbrüche der Kinderlähmung vor - ausgerechnet natürlich in jenen Ländern, in denen das Erreichen aller Kinder, auch der ärmsten und in den entlegensten Winkeln - besonders schwierig ist.
Doch auch hier sind die Fortschritte dramatisch: in Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan gelingt es immer mehr, die Überhand zu gewinnen, nicht zuletzt dank des Einsatzes eines neuen, höchst effektiven Impfstoffs. In Indien gab es bisher in diesem Jahr nur einen einzigen Infektionsfall zu verzeichnen, verglichen mit 39 Fällen im Vorjahr --- und verglichen mit 350.000 Fällen pro Jahr zur Beginn der Kampagne 1985!
Es ist noch viel zu tun. Die flächendeckende Erfassung mit prophylaktischen Schluckimpfungen MUSS aufrecht erhalten werden, um dem Erreger auch nicht die geringste Gelegenheit zur Wiederausbreitung zu geben. Nur so kann die Krankheit besiegt werden. Und das zu gewährleisten, kostet mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr. Viel Geld, aber vergleichsweise preiswert, wenn man bedenkt, dass damit unglaubliche logistische Leistungen vollbracht werden, um Milliarden von Kindern zu impfen.
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