Rotary.org: Aktuelles - Polio survivor a hero in his community

Aufklärung zur Kinderlähmung zentrales Anliegen für Rotarier

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Harold Wochholz mit Schulkindern in Chandler, Arizona, bei einem Vortrag zu den Gefahren der Kinderlähmung. Foto: Harold Wochholz

Harold Wochholz weiß, was Polio ist. Im Alter von 24 Jahren erkrankte er an dem Virus und wurde dadurch gelähmt, so dass er eine Zeit lang nur die Hände bewegen konnte. Heute, als pensionierter Ingenieur und mobil in einem Rollstuhl, unterrichtet er Schulkinder in Phoenix, Arizona, über die Gefahren der Krankheit.

Wochholz ist Mitglied im Rotary Club Sun Lakes, Arizona, und Chair des PolioPlus Ausschusses des Distriktes 5510. Groß angelegte gemeinsame Aktionen an den insgesamt 43 Schulen des Distriktes brachten 2010/11 über 23.000 Dollar für die 200 Millionen-Dollar-Herausforderung ein. Besonders die Fünft- und Sechstklässler engagierten sich, lernten in Klassenprojekten über die Krankheit und informierten andere Schüler. 

Von 2008 bis 2010 sammelte Rotarier Wochholz 18.000 Dollar an Honoraren durch Präsentationen zum Thema an anderen Schulen sowie in 20 Rotary Clubs des Distriktes, und kurbelte weitere Initativen zur Unterstützung der weltweiten Polio-Initiative an. Dabei ist die Krankheit stets gegenwärtig für Harold Wochholz und seine Familie. Er leidet am sogenanten Post-Polio-Syndrom, bei dem sich noch viele Jahre nach der ursprünglichen Infektion Lähmungserscheinungen und andere Beschwerden einstellen. Während der letzten zehn Jahre hat sich sein Zustand so sehr verschlechtert, dass er nicht mehr auf Krücken laufen konnte, sondern jetzt auf den Rollstuhl angewiesen ist. Im letzten Jahr erhielt er neue Schultergelenke, auch sein linkes Bein musste zur Hälfte amputiert werden.

Doch das hält den agilen Rotarier nicht davon ab, sich weiter gegen die Krankheit zu engagieren, die ihm das Leben so schwer gemacht hat. Eine Alternative zu einer vollständigen Ausrottung ist für ihn nicht akzeptabel. "Polio wird sich wieder ausbreiten, auch in Ländern wie den USA, wenn wir die Impftropfen nicht in den Mund eines jeden Kindes auf der Welt bekommen", betont er.

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