Ehemalige Rotary-Stipendiatin aus Japan im Einsatz in ihrem Heimatland
Martina Krajňáková
Rotary International News -- 24. August 2011
Oben: Der von Kurauchis medizinischem Hilfsteam gelenkte Krankenwagen auf einer Straße mit Booten, die der Tsunami an Land getragen hatte. Foto mfG: Naoko Kurauchi
Unten: Kurauchi (links) während einer Aufklärungskampagne gegen die Kinderlähmung in Ghaziabad, Uttar Pradesh, Indien im Februar. Foto: Allison Kwesell
Naoko Kurauchi, Krankenschwester und ehemaliger Rotary Foundation Ambassadorial Scholar, setzte ihre medizinischen Kenntnisse zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben und Tsunami am 11. März in Miyako in ihrem Heimatland Japan ein.
"Die Auswirkungen der Katastrophe waren sehr erdrückend", so Kurauchi, die 2008/09 an der Queen Margaret University in Schottland internationales Gesundheitswesen studierte. "Ich fühlte mich an den Tsunami von 2004 [in Südasien] erinnert, der mich damals dazu bewegte, ein Rotary-Stipendium zu beantragen."
Kurauchis Team reiste in zwei Krankenwagen voller medizinischer Ausrüstung und Nahrungsmitteln von Okinawa nach Miyako. Auf ihrer Fahrt konnten sie die Auswirkungen des Tsunamis überall sehen. "Boote lagen mitten auf der Straße, Autos auf Hausdächern und Häuser standen umgekehrt auf ihrem eigenen Dach. Überall lag Schlamm und Abfall."
Kurauchis Interesse für den humanitären Dienst hatte sie vor ihrem Einsatz in Miyako bereits in andere Teile der Welt geführt. Im Februar reiste sie mit japanischen Rotariern nach Indien zu einem Nationalen Impftag. Und als Rotary-Stipendiatin hatte sie Feldstudien für ihre Masterarbeit zum Thema Kinderlähmung in Niger betrieben wobei sie Vertreter der WHO, von UNICEF, Islamic Relief und anderen Gruppen interviewte.
Während ihres Studienaufenhalts in Schottland wurde Kurauchi vom Rotary Club Livingston, Lothian betreut. Den Rotariern des Clubs ist sie bis heute für deren Herzlichkeit sehr dankbar "Ich glaube nicht, dass ich mich ohne sie Rotary heute so verbunden fühlen würde”. Durch den Aufenthalt in einer fremden Kultur, so Kurauchi, lernte sie auch mutiger zu werden und neue Ideen zu entwickeln.
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