Rotarier verbessern Zugang zu sauberem Trinkwasser
Megan Ferringer und Arnold R. Grahl
Rotary International News – 22. August 2011
Wasser und Hygiene ist einer der Schwerpunktbereiche von Rotary. Weltweit haben über 880 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rotary Images/Alyce Henson
D urch den Einsatz von Rotariern aus Belgien, die sich mit einer Nicht-Regierungsorganisationen zusammenschlossen, erhalten Tausende armer Familien in Madagaskar heute Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.
Der erschwerte Zugang zu sauberem Trinkwasser und mangelnde Hygiene trugen in Toamasina in Madagaskar stark zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate bei und so beschlossen der Rotary Club Brussel-Cantersteen, Belgien, und Tamatave, Madagaskar, 2009 dort ein Wasserprojekt umzusetzen.
Mit Hilfe eines Rotary Foundation Matching Grants wurden seither im Rahmen des Projekts über 200 Toiletten für Familien und Schulen sowie Trinkfontainen für circa 2.000 Menschen installiert.
In den vergangenen zehn Jahren vergab die Rotary Foundation Grants über mehr als 36 Millionen USD an Wasser- und Hygieneprojekte. Ergänzt wurde diese Summe durch weitere über 50 Millionen USD durch Spenden von Rotary Clubs.
Während der Weltwasserwoche in Stockholm, vom 21.-27. August kommen Experten aus aller Welt zusammen, um Lösungen für die dringlichsten Wasserprobleme zu erarbeiten. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf den Wasser- und Hygieneproblemen einer Welt mit zunehmend wachsenden Städten.
Laut Ron Denham, Vorsitzender der Water and Sanitation Rotarian Action Group, spielen Rotarier eine entscheidende Rolle bei der Lösung von weltweiten Wasserproblemen. "Schlüssel zu einem jeden erfolgreichen Projekts ist eine genaue Verständigung mit einem Gemeinwesen über dessen tatsächliche Bedürfnisse, besonders die Bedürfnisse von Frauen. Frauen profitieren enorm von der Behebung von Wasserproblemen", so Denham. Viele Rotary Club- und Distrikt-Projekte schließen technische Trainings ein, die vermitteln, wie Ausrüstungen instand gehalten werden, sowie betriebswirtschaftliches Wissen zur Verwaltung von Wassersystemen (z.B. Einnahme von Gebühren für Betrieb und Repaturen).
Im Jahr 2009 starteten Rotary International und USAID die International H2O Collaboration zur Umsetzung nachhaltiger Wasser-, Sanitär- und Hygiene-Projekte in der Dominikanischen Republik, Ghana und den Philippinen.
Weitere Wasser-Projekte von Rotary Clubs und Distrikten:
- Versorgung der Einwohner von Kibera, nahe Nairobi in Kenia, mit Toiletten, Duschen und Badezubehör für Babies durch Clubs in den Vereinigten Staaten und Kenia, unterstützt durch ein Foundation Grant. Durch das Grant erhielten zudem circa 300.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- Ein Projekt von Rotary Clubs in Ghana, unterstützt durch Clubs aus 13 weiteren Ländern u.a. aus Kanada, der Schweiz und den USA, und das Carter Center trug mit bei zur Ausrottung des Guineawurms in Ghana. Die Clubs engagierten sich zudem für die Versorgung entlegener Gemeinwesen mit sauberem Wasser.
- Durch Regenwasserauffangsysteme in Rajasthan im Norden Indiens erhielten 120.000 Menschen und deren Nutzvieh regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser. Durch ein weiteres Regenwasserauffang-Projekt im Staat Maharashtra, Indien, konnten die Ernteerträge dort verdreifacht werden.
- Durch die Einrichtung von Wassersystemen in Haushalten im South Rift Valley in Kenia können Mädchen sich dort nun auf den Schulunterricht konzentrieren und Frauen auf den Broterwerb, da sie nicht länger Wasser holen müssen.