Rotary.org: Aktuelles - <em>Water for Life </em>sorgt für sauberes Trinkwasser in Haiti

  Water for Life sorgt für sauberes Trinkwasser in Haiti

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Water for Life

Rotarier Roy Sheldrick (links), Gründer von Water For Life, und PDG Ralph Montesanto (D7090 Kanada/New York, USA) testen einen neuen Brunnen in einem Dorf im Artibonite Dorf von Haiti. Foto: Roy Sheldrick

Roy Sheldrick und andere Mitglieder des Rotary Clubs Ancaster (Ontario/Kanada) helfen seit 15 Jahren bei der Wasseraufbereitung für 300.000 Menschen im Artibonite-Tal von Haiti. Ein Jahr nach dem furchtbaren Erdbeben und nach dem Ausbruch der Cholera in dem geplagten Land ist ihre Arbeit wichtiger denn je.

Sheldrick und seine Frau Norma gründeten nach einem Besuch Haitis mit ihrer Kirchengemeinde 1996 die Initiative Water for Life. Die vom RC Ancaster und dem Distrikt 7090, welcher Teile Kanadas und des US-Bundesstaates New York umfasst, unterstützte gemeinnützige Organisation hat sich dem Brunnenbau auf Haiti gewidmet, um dort sauberes Trinkwasser für die Bewohner zu stellen. Bis heute brachte das Projekt 1,5 Mio. USD zusammen und baute 219 Brunnen und 350 Latrinen. Sauberes Wasser ist rar und wird gerade angesichts sich ausbreitender Seuchen immer dringender benötigt. Es ist mittlerweile lebensgefährlich für die Menschen, Wasser aus den Flüssen des Artibonite-Tales zu schöpfen, weil sie alle kontaminiert sind. Nur Brunnenwasser rettet Leben. Die Brunnen werden an zentralen Orten, in Schulen und medizinischen Versorgungseinrichtungen, darunter dem Albert Schweitzer Hospital als größtem der Gegend, eingerichtet.

Der Kampf gegen die Cholera ist mittlerweile in den Vordergrund getreten. "Wir benötigten mehr Geld, um einen neuen Flügel in dem Krankenhaus auszubauen, nur wegen der Cholera. Wir haben mehr Seuchenkranke hier als zuvor Patienten, die nach dem Beben für traumatische Verletzungen behandelt wurden", so Sheldrick.

Seit 1998 haben der RC Ancaster und dessen haitianische Partner humanitäre Grants der Foundation über 672.000 USD erhalten, um damit Brunnen und Sanitäranlagen bauen zu können. Die Grants sorgten auch dafür, das Projekt nachhaltig zu machen. Dank der Gelder der Foundation konnte Water for Life die Arbeit in den Gemeinden ausbauen, um auch Handwerker in der Wartung der Brunnenanlagen zu schulen. Doch nicht nur Klempner wurden ausgebildet, auch andere Menschen erhielten Schulungen und Jobs. Wasser bedeutet hier einen Weg aus der Armut. Jede Gemeinde muss vor dem Bau eines Brunnens Schulungsmaßnahmen nachweisen, Ausschüsse wachen darüber, dass die Anlagen regelmäßig getestet und gewartet werden. Jeder Brunnen kostet 5.000 USD in der Anschaffung und dient im Durchschnitt 500 Menschen.

Die direkten Auswirkungen der Hilfsleistungen sind offensichtlich. Die Talbewohner müssen nicht meilenweit zu schmutzigen Tümpeln laufen und verfügen landesweit über den besten Gesundheitsstand.

Er werde sich für den Rest seines Lebens dieser Aufgabe widmen, sagt Roy Sheldrick


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