Rotary und UN feiern gemeinsame Partnerschaft
Ryan Hyland
Rotary International News -- 16. November 2010
Past RI Präsident Frank Devlyn (links) und Rotary Foundation Trustee Chair Carl-Wilhelm Stenhammar auf dem Rotary-UN Tag am 6. November im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City.
Foto mfG von Bryant Brownlee
Mehr als 1.100 Rotarier, UN-Vertreter und Teilnehmer an Rotary-Jugendprogrammen kamen am 6. November zum gemeinsamen Rotary UN-Tag zusammen, um während Podiumsgesprächen Themen wie Bildung, Wasser, Gesundheit und Jugendaktivitäten zu diskutieren.
Auf der Veranstaltung, die einmal pro Jahr im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York stattfindet, feierten die beiden Organisationen erneut ihre erfolgreiche, bereits seit 65 Jahren währenden, Zusammenarbeit. Besonders hervorgehoben wurden in diesem Jahr Rotary-Projekte im Bereich Bildung, Wasser und Gesundheit, die die Ziele der UN fördern und das Leben von Menschen auf der ganzen Welt verbessern.
Rotary genießt den höchsten Konsultationsstatus, der einer Nicht-Regierungsorganisation vom Economic and Social Council, welchem eine Vielzahl von UN-Agenturen unterstellt sind, gewährt wird.
Während der Eröffnungsdiskussion lobte Chief of Health and Associate Director of Programs von UNICEF, Mickey Chopra, Rotary für die kontinuierliche Zusammenarbeit bei der Verbesserung der Gesundheitssituation von Kindern Rund um den Globus sowie der Ausrottung der Kinderlähmung. Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation und den U.S. Centers for Disease Control and Prevention führen Rotary und UNICEF die Globale Polio-Eradikationsinitiative an.
"Unsere Partnerschaft ist weiterhin ein wesentliches Element des Kampfes gegen die Kinderlähmung", so Chopra. "Die Rotarier tragen durch ihre gemeinsame Vision und ihren Ehrgeiz bei der Ausrottung der Krankheit dazu bei, dass noch weit größere und wichtigere Probleme angegangen werden, die die Kinder dieser Welt bedrohen, wie beispielsweise Armut und sauberes Trinkwasser." Laut Chopra ist die Partnerschaft zwischen Rotary und UNICEF die weitreichendste und wichtigste Partnerschaft im Bereich globaler Gesundheit zwischen einer privaten und einer öffentlichen Einrichtung.
Während einer Diskussionsrunde zum Thema Bildung sprach die Beauftragte für Bildung bei der UNESCO, Elizabeth Fordham, zu den Verbesserungen die die UN weltweit im Bereich Jugend- und Erwachsenenbildung verzeichnen konnte. Fordham wies jedoch auch darauf hin, dass trotz der Erfolge weiterhin 796 Millionen Erwachsene weltweit weder lesen noch schreiben können, Zweidrittel davon Frauen. "Die Förderung von Bildung ist sowohl für die UNESCO als auch für Rotary ein wichtiges Ziel. Personen, die keinen Zugang zu Bildung haben, wird ein grundlegendes Menschenrecht, soziale Einbindung, eigene Ermächtigung und wirtschaftlicher Wohlstand verweigert. Bildung ist eine Grundvoraussetzung für Entwicklung und kein Luxus."
Past RI Präsident William B. "Bill" Boyd sprach zum Thema Wasser und Hygiene und den Projekten von RI/USAID in Ghana, den Philippinen und der Dominikaischen Republik im Rahmen der H2O Collaboration. "Rotary ist weltweit führend engagiert und viele würden gerne mit uns zusammenarbeiten. Unsere Zusammenarbeit mit großen Organisationen wie USAID gibt uns die Möglichkeit, durch Wasserprojekte vielen Menschen nachhaltig zu helfen." Weitere Sprecher zum Thema Wasser waren Frederik Pischke, UN-Sonderberater zum Thema Wasser und Claire B. Lyons von der PepsiCo Foundation.
Organisiert wurde die erfolgreiche Veranstaltung von H. Bradley Jenkins, RI-Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York, sowie dessen Stellvertretern Sylvan M. Barnet Jr., Robert A Coultas, William A. Miller und Helen B. Reisler.