Eine neue Generation an Friedensstiftern
Peter Schmidtke
Rotary International News -- 8. November 2010
Das
International Peace and Security Institute, gegründet durch den ehemaligen Rotary-Friedensstipendiaten Cameron Chisholm (Dritter von rechts), veranstaltete in Bologna ein Trainingssymposium zum Thema Konfliktlösung. Unterstützt wurde Chisholm dabei von Luke Brothers, Maria Effendi, Donatello Osti, Angela Raeburn und Andrew Piker, alles ehemalige Friedensstipendiaten, bis auf Osti, der ehemaliger Rotary-Stipendiat ist.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Cameron Chisholm
Für Cameron Chisholm war schnell klar, wie er die Kenntnisse, die er als Rotary-Friedensstipendiat 2006-08 erworben hatte, einsetzen wollte und so entwarf er bereits während seines Einsatzes in Äthiopien den Plan für eine Friedensorganisation.
"Ich hatte Frühwarnsysteme von Konflikten studiert und gedacht, ich hätte bereits alles verstanden", so Chisholm, der mit Hilfe des Rotary Clubs Corpus Christi, Texas, an der University of Bradford, England, studiert hatte. "Als ich jedoch in Addis Ababa ankam merkte ich, dass ich noch viel zu lernen hatte - die Gemeinwesen dort kämpfen mit Konfliktproblemen, die in vorgefertigte Schablonen einfach nicht reinpassen."
Die Mischung aus praktischen und theoretischen Anwendungen während des Fellowship-Programms waren es schließlich, die Chisholm nach eigenen Worten dazu anregten, sein eigenes Programm zu entwerfen.
2009, während seiner Tätigkeit als Global Security Analyst und Watch Officer für die Weltbank, gründete Chisholm das International Peace and Security Institute (IPSI) mit Sitz in Washington, D.C., um verstärkt auf Friedens- und Sicherheitsprobleme aufmerksam zu machen.
In Zusammenarbeit mit der Johns Hopkins University veranstaltete IPSI im Juni/Juli ein einmonatiges Symposium in Bologna, an dem 55 Personen, darunter drei ehemalige Rotary-Friedensstipendiaten teilnahmen. Unter anderem lernten die aus 28 Ländern stammenden Teilnehmer Mediations- und Friedenssicherungstechniken von derzeitigen und ehemaligen Vertretern der Vereinten Nationen, dem Internationalen Gerichtshof und anderen Institutionen und Regierungen.
Außerdem erhielten die Teilnehmer Anleitungen zu sozialem Unternehmertum und wie unternehmerische Grundsätze eingesetzt werden können, um soziale Veränderungen herbeizuführen.
Für seinen Vorschlag Absolventen von Gewerbe-und Handelschulen in Süd-Uganda Mikrokredite zu gewähren und durch lokale Fachkräfte beraten zu lassen, erhielt der Kanadier Craig Vandermeer, Teilnehmer an dem Symposium und Gründer der Non-Profit-Organisation Schools Building Schools, von IPSI noch auf dem Symposium Finanzierungsmittel zugesprochen.
"Ich hatte Gelegenheit, mich mit vielen Kollegen auszutauschen, die mir Tipps zur Umsetzung erfolgreicher Projekte geben konnten", so Vandermeer.
IPSI wird das Symposium in Bologna in Zukunft jährlich veranstalten und 2012 zusätzlich ein vierwöchiges Programm zum Thema internationales Recht und Übergangsjustiz in Den Haag anbieten. Darüber hinaus hofft Chisholm, regionale Symposien, Rundtischdiskussionen und Sprecherreihen zum Thema Konfliktlösung abzuhalten.
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