Clubs leben Berufsdienst vor
Ryan Hyland
Rotary International News -- 29. Oktober 2010
Zwei Schüler, die im Mai am Camp Enterprise teilnahmen. Der Rotary Club San Diego, Kalifornien führt das Camp seit 1976 als Teil seines Berufsdienst-Auftrages durch.
Foto mfG des Rotary Clubs San Diego
Seit drei Jahren hilft der Rotary Club Minneapolis South, Minnesota, jungen Erwachsenen mit Lernbehinderungen dabei, interessante Karrieren für sich zu entdecken. Der Club bietet zweimal im Jahr einen Schnuppertag für verschiedene Berufe an, wobei er mit dem Minneapolis South Workforce Center und sieben High Schools zusammenarbeitet. 30 Schüler und junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren dürfen einen Tag lang eine oder einen Berufstätigen begleiten, die in den Bereich Krankenpflege, öffentliche Sicherheit, Datenverarbeitung oder Hauswirtschaft arbeiten.
Laut Sandra Schley, Past Governor von Distrikt 5950, sind derartige Programme von enormer Bedeutung, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Arbeitslosenrate unter Menschen mit Behinderungen in den USA bei 70 Prozent liegt. Durch das Projekt, so Schley "sehen die Schüler welche Möglichkeiten ihnen offenstehen."
Der Club sorgt für den Transport und bietet den Teilnehmern Verpflegung an. Zudem berichten die Clubmitglieder den jungen Erwachsenen von ihren eigenen Karrieren bevor diese ihren Schnuppertag beginnen.
"Dies ist ein großartiges Berufsdienstprojekt, da hier mit örtlichen Geschäftsleuten, Entwicklungsagenturen und dem Schulsystem zusammengearbeitet wird", so Ellie Emanuel, Clubbeauftragte für den Berufsdienst. "Wir ermuntern diese jungen Menschen, Kontakte im Gemeinwesen zu knüpfen."
Darüber hinaus besuchen die Clubmitglieder Schulen, um Schülern mit Problemen durch Tutoren- und Mentorenprogramme zu helfen.
Jeden Oktober sind die Rotarier dazu aufgerufen, sich auf den Berufsdienst, einen der fünf Dienstzweige, zu konzentrieren. Im Folgenden einige Beispiele vorbildlicher Berufsdienstprojekte in 2009/10:
- Der Rotary Club San Diego, Kalifornien, veranstaltet seit 1976 Camp Enterprise, das circa 80 High School Schüler über freies Unternehmertum informiert. Die teilnehmenden Schüler haben die unterschiedlichsten sozialen, ethnischen und finanziellen Hintergründe.
- Der Rotary Club Krasnodar, Russische Föderation, entwickelte das Projekt Meine berufliche Zukunft für Waisen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, das Bildungsseminare zu persönlicher Motivation, Kommunikation, Karriere und Arbeit sowie Gestaltung der Zukunft beinhaltet. Rotarier organisieren Ausflüge zu Unternehmen der Umgebung und bieten den Waisen die Möglichkeit, Fabriken zu besichtigen und an Workshops teilzunehmen. "Das Projekt ist ein großartiges Beispiel für den Berufsdienst, denn Rotarier teilen ihr professionelles Wissen mit örtlichen Kindern und bieten diesen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und ihr Potenzial zu erkennen", so Nadezhda Papp, Past Governor von Distrikt 2220.
- Mitglieder des Rotary Clubs Bern, bieten ökonomisch und sozial benachteiligten Schülern der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen die Teilnahme an zwei-wöchigen Praktika in Unternehmen in der Schweiz. Der Rotary Club Essen-Baldeney nominiert die Schüler, welche dann vom Club in Bern finanziell unterstützt werden. "Ich freue mich darüber, dass ich gut mit den Menschen im Ausland zurecht gekommen bin und dass ich gelernt habe, selbständig zu sein" so die ehemalige Praktikantin Katarina Kanakusen.
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