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Einsatz von Windmühlen fördert Salz-Ernte im Westen Indiens

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Rotarier Vimal Hemani, Deepak Agrawal, Shrinand Palshikar, Kiran Dave und Rajesh Bhatt vor einer Windmühle, die das Leben von Salzarbeitern im Westen Indiens erleichtert. Foto mit freundlicher Genehmigung des Rotary Clubs Wadhwan City

Dank des Einsatzes von Rotarien aus Indien und den USA haben fünf Salzarbeiter-Familien im Westen Indiens heute die Aussicht auf eine Verdopplung ihrer täglichen Einkünfte.

Mit Hilfe eines Rotary Foundaton Matching Grants errichteten der Rotary Club Wadhwan City, Indien und der Rotary E-Club Southwest, Arizona zehn Windmühlen für die indischen Familien, durch die salzhaltiges Wasser aus dem Untergrund in Bassins gepumpt wird, in denen durch Verdunstung aus dem Wasser Salz gewonnen werden kann. 

Die fünf Familien, die wie circa 10.000 andere Familien jedes Jahr an den Rann von Kachchh, einen Salzsumpf im Bundesstaat Gujarat reisen, um Salz zu ernten, hatten zuvor Dieselmotoren für ihre Arbeit eingesetzt. Im Februar dann errichteten der Windmühlen-Hersteller und Rotarier die fünf ersten Windmühlen. Die restlichen fünf sollen bis Oktober, rechtzeitig zur sechsmonatigen Salz-Ernte, aufgestellt werden.

Deepak Agrawal, Governor von Distrikt 3060, der die Familien im März besuchte, berichtete, dass die Familien durch die Windmühlen pro Monat circa 100 USD für Diesel und Reparaturkosten einsparen würden. "Durch das Projekt haben die Familien jetzt Geld, das sie in grundlegende Dinge wie Trinkgläser, Bücher für die Kinder oder eine Glühbirne investieren können", so Agrawal, welcher 2005 ein GSE-Team des indischen Distriktes 3060 in den Distrikt 1180 (Wales) anführte. "Die Zeit, die sie nun nicht mehr für Reparaturarbeiten benötigen, investierte einer der Väter darin, sein Kind in die Schule zu bringen und eine Mutter, um mit ihren Kindern zu lesen."

Ein durch Windkraft betriebener Genarator produziert zudem nun Elektrizität für eine der Familien.

Vorgeschlagen worden war das Projekt von Shrinand Palshikar, einem Mitglied des Rotary Clubs Wadwhan City, nachdem sein Club im Jahr 2008 festgestellt hatte, dass die Kosten für Diesel oftmals die Erträge der Salzarbeiter überstiegen. Im darauffolgenden Jahr kaufte der Club zur Probe eine Windmühle, nahm Kontakt auf mit dem Gujarat Grassroots Innovations Augmentation Network  und passte mit Hilfe des Expertenwissens von Mitgliedern die Windmühle an einen Einsatz in der Wüste an.

Der internationale E-Club Southwest erfuhr über eines seiner Mitglieder, der in der Nähe von Wadham City lebt, von dem Projekt und entschloss sich, dieses ebenfalls zu unterstützen.

Für das Rotary-Jahr 2011/12 plant Agrawals Distrikt 100 Windmühlen zur Verfügung zu stellen. Durch die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Non-Profit-Organisation sollen Familien zudem Mikrokredite zur Verfügung gestellt werden, um weitere Windmühlen zu kaufen.


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