Rotary chartert palästinensischen Club
Peter Schmidtke
Rotary International News -- 15. Juni 2010
RI Präsident John Kenny (links) Nader Dajani, Präsident des Rotary Clubs Ramallah bei der Zeremonie am 30. Mai mit Charter-Urkunde.
Foto mfG Rotary Club of Ramallah
Mehr als 150 Rotarier und Gäste, darunter RI-Präsident John Kenny und RI Director Phil Silvers trafen am 30. Mai zusammen, um die Charter des Rotary Clubs Ramallah, des ersten Clubs auf palestinensischem Gebiet seit 30 Jahren, zu feiern. Der letzte Club in Ramallah wurde im Jahre 1980 aufgelöst.
Der neue, vom Board am 18. Mai zugelassene Club, stellt damit einen weiteren Punkt auf der Weltkarte dar, an dem Rotary nun repräsentiert ist und gehört dem Distrikt 2450 an, der Teile des Nahen Ostens, Nordafrikas und Europa umfasst.
Die Charter eines neuen Clubs sei immer Anlass zur Freude, sagte Präsident Kenny in Ramallah, bedeute es doch, dass nun ein Gemeinwesen mehr von Rotary profitieren könne. Sowohl Kenny als auch Director Silvers wohnten zwei weiteren Club-Chartern in Israel und Jordanien bei, den Clubs Gedera Habiluim, Israel und Amman Ammon, Jordanien.
Der weite Weg zur Club-Charter
Unter den Gästen waren auch Ted Beckett und Jeffrey Behr, Mitglieder des US-Clubs Colorado Springs, der gemeinsam mit dem Rotary Club Amman-Petra, Jordanien als Pate für den neuen Club fungierte.
Beckett, Chair des Center for Environmental Diplomacy, trug seinem Distrikt das Anliegen zur Ausbreitung nach einem Clubbesuch in Jordanien im Januar 2009 vor.
Im Februar hatte Jeff Behr, CEO des Centers, bereits begonnen, eine Gruppe von Rotariern zusammen zu bringen, um die Formierung des Clubs voranzutreiben. Rot. Hashem Shawwa vom Club Amman-Petra, hielt mehrere Informationsveranstaltungen für potentielle Rotarier ab.
Dir. Silvers trat auf Anfrage des Clubs aus Colorado in Aktion. Er verbrachte im November fünf Tage in Ramallah, um Trainingsseminare für angehende Mitglieder abzuhalten. Auch traf er mit Mitgliedern des RC Jerusalem und mit dem palästinensischen Premierminister Salam Fayyad zusammen. Auch Uri Zeiger, Governor des Distriktes 2490, und Mark Zober, Präsident des Jerusalemer Clubs, machten sich laut Silvers um die Clubgründung verdient. Mit der Zulassung des Clubs in Ramallah werden letztlich auch frühere Bemühungen des Distriktes 2490, jordanischer Rotarier und des Rotary Clubs Nazareth, einen palästinensischen Rotary Club zu gründen, belohnt.
Alle Rotarier sind sich sehr der Bedeutung von Rotary Clubs und des positiven Einflusses, den sie in der Region ausüben können, bewusst.
Der Beginn
Die 34 Neumitglieder des Clubs in Ramallah hielten am 25. Mai ihr erstes offizielles Treffen ab und initiierten bereits erste Projekte, darunter eine Kleidersammlung für Wintersachen. Mitglieder arbeiten auch im Distrikt 2450 mit, um den Bau von Kinderspielplätzen voranzutreiben.
"Unser Motto heißt ‘Die Zukunft Palästinas liegt in den Händen seiner Kinder", sagt Clubpräsident Nader Dajani, dessen Onkel Präsident des Rotary Clubs in Jerusalem im Jahr 1944/45 war.
Neben dem Center for Environmental Diplomacy können die Rotarier in Ramallah auch auf die Partnerschaft israelischer Clubs rechnen und bei Grants und Austauschen zusammenarbeiten. Und letztlich haben die Rotarier auch eines im Blick: weitere Rotary Clubs auf palästinensischem Gebiet einzurichten.