Council genehmigt Beitragserhöhung
Arnold R. Grahl
Rotary International News -- 27. April 2010
Distrikt-Delegierte genehmigten bei der Tagung des Gesetzgebenden Rates 2010 am 27. April in Chicago eine Jahresbeitragserhöhung von 1 USD.
Rotary Images/Monika Lozinska-Lee
Die Vertreter des Gesetzgebenden Rates 2010 sprachen sich am Montag für eine Erhöhung der Pro-Kopf-Beiträge, welche die Clubs an Rotary International entrichten, um 1 USD pro Jahr ab 2011/12 aus.
Diese Erhöhung folgt damit nur teilweise dem Antrag, den der RI Board of Directors eingangs eingereicht hatte. Die im Originalantrag enthaltene Erhöhung von 2 USD basierte auf Finanzprognosen, die für RI in den kommenden Jahren ohne eine Beitragserhöhung ein Defizit voraussagten. Die Directors reduzierten jedoch ihre Empfehlung, nachdem eine Anzahl von Wirtschaftsindikatoren eine positivere Aussicht für RI nahelegten. Die Märkte haben sich seit dem letzten Rechnungsjahr, als der Antrag formuliert wurde, deutlich erholt, und die Reserven von RI (General Surplus Fund) liegen deutlich über den vom Council vorgeschriebenen Mindestreserven.
Darüber hinaus hatte das Sekretariat erfolgreich eine signifikante Ausgabenreduzierung durchgeführt, darunter ausgelagerte Operationen im indischen Pune. Andere Budgetkürzungen resultierten in geringeren Ausgaben für externe Berater, Zeitarbeitskräfte, Ausgaben für Volunteers, Publikationen und Porto. Der Generalsekretär und der RI Board sind auch weiterhin entschlossen, Verfahrensverbesserungen und Kostenreduzierungen fortzuführen.
Nach einer dem Board in der letzten Woche vorgelegten Prognose lagen die tatsächlichen Einkünfte für 2010 12 Mio. USD unter den Prognosen von 2007, als der Gesetzgebende Rat das letzte Mal die Sätze für Pro-Kopf-Beiträge festlegte. Zugleich liegen jedoch die Ausgaben 20 Mio. USD unter den früheren Voraussagen.
Die Entscheidung des Rates bedeutet, dass Rotary Clubs in 2011/12 Pro-Kopf-Gebühren von 51 USD an RI zahlen werden, 52 USD in 2012/13 und 53 USD in 2013/14. Für 2010/11 liegen die Gebühren derzeit bei 50 USD. Die Maßnahme bedeutet auch eine Erhöhung um 0,50 USD pro RIBI-Mitglied mit Beginn in 2011/12. Durch die Beitragserhöhungen kann RI weiterhin bis 2013 in der Ertragszone liegen, und nur für 2015 ist ein Defizit von 3 Mio. USD vorausgesehen.
Bei seinem Plädoyer für die Erhöhung betonte RI-Schatzmeister Michael Colasurdo Sr., dass Beiträge die Hauptquelle für den Betrieb von Rotary sind. " Wir haben eine formidable Herausforderung vor uns in diesem Bereich", sagte Colasurdo. "Wir müssen in die Zukunft von Rotary investieren, um sicherzustellen, dass wir unsere Clubs stärken und unterstützen, uns auf unsere erweiterten humanitären Dienste konzentrieren und das öffentliche Image von Rotary fördern können."
Mehrere Delegierte lobten den Zentralvorstand für die Reduzierung des Antrages. "Unsere RI-Gebühren sind immer noch der kleinste Teil der Kosten für Beiträge und Mahlzeiten, die unsere Mitglieder zahlen", sagte Mary Beth Growney-Selene vom Distrikt 6250 (teile von Minnesota und Wisconsin, USA). "Das Sekretariat hat finanzielle Umsicht bewiesen, währen wir alle höhere Erwartungen an Rotary International stellen."
Doch die Delegierten entfernten eine Passage, die dem Board eingeräumt hätte, Jahresgebühren um jährlich 2 Prozent ab 2013/14 zu erhöhen. Eine Reihe von Delgierten, darunter Past RI Präsident Rajendra Saboo, argumentierten, dass eine solche Klausel dem Council seine Rolle bei der Bestimmung von Gebührensätzen entziehen würden.
Der Gesetzgebende Rat von Rotary tritt alle drei Jahre zusammen, um Änderungen an der Verfassung und Satzung von Clubs und RI zu beraten. Auf der Tagesordnung des diesjähigen Councils vom 25. bis 30. April stehen über 200 eingereichte Gesetzesvorlagen.
Tägliche Höhepunkte des Gesetzgebenden Rates vom Montag und Dienstag.