Tägliche Highlights des Gesetzgebenden Rates
Jennifer Lee Atkin
Rotary International News -- 26. April 2010
Zusammenfassung der Beschlüsse des Councils am 26. April
I n seiner Eröffnungsansprache am Montag zitierte der Vorsitzende des Council on Legislation 2010, Past RI Director Mark Daniel Maloney, aus dem Buch This Rotarian Age von Paul Harris, dass man zuviel erwarten würde, wenn man erwartete, dass Rotarier in allen Dingen übereinstimmen würden.
"Dass Menschen nicht das Gleiche denken, ist nicht erstaunlicher als die Tatsache, dass sie auch nicht alle gleich aussehen. Aus diesem Grunde fügen wir uns in diesen demokratischen Prozess”, sagte Maloney.
Die Ratsversammlung nahm die Beratungen von über 200 Gesetzesvorlagen auf und lehnte eingangs die Maßnahme ab, die Einheitliche Verfassung von Rotary Clubs (Standard Rotary Club Constitution) dahingehend zu erweitern, dass der Club eine gemeinnützige (nonprofit) Organisation sei. Delegierte aus Bangladesh, Brasilien und anderen Ländern hatten vorgebracht, dass eine solche Formulierung notwendig sei, um zu gewährleisten, dass Rotary Clubs, die nach der Gesetzgebung in diesen Ländern zu einem gemeinnützigen Status verpflichtet seien, Bankkonten eröffnen und andere Funktionen als Clubs durchführen könnten. “In meinem Land Brasilien ist es sehr wichtig, dass wir über eine solche Formulierung verfügen”, sagte dazu Júlio J. D’Albuquerque Lóssio, Distrikt 4490. Mehrere Delegierte bemerkten dagegen, dass der Begriff nonprofit in verschiedenen Ländern etwas Verschiedenes meint und umfasst.
Der RI Board of Directors lehnte den Antrag ab. “Die Variationen der Gesetzgebung in den verschiedenen Ländern mit Rotary Clubs sind erheblich”, sagte RI Director Thomas M. Thorfinnson. “Falls angenommen, würde dieser Antrag riesige Probleme für die Clubs schaffen. Darüber hinaus haben Clubs bereits die Möglichkeit, sich als Körperschaft eintragen zu lassen. Dieser Zusatz ist nicht notwendig, damit Clubs gemeinnützige Vereine werden können.”
Weitere Beschlüsse des Gesetzgebenden Rates:
- Antrag an den RI Board, ein im Pilotprojekt formuliertes Konzept (New Models for Rotary Clubs) zu befürworten. “Wir müssen Clubs mehr Freiheit einräumen” forderte Tord Kristoferson, Delegierter des Distriktes 2360 (Schweden), unter Hinweis auf den überarbeiteten RI-Strategieplan, welcher die Förderung von Clubinnovationen postuliert.
- Ablehnung eines Antrages, der die Diskussion von Geschäftsangelegenheiten oder privaten Meinungsverschiedenheiten während Clubmeetings untersagt hätte. “Wir brauchen keinen Geheimdienst bei Rotary, der Konversationen überwacht”, sagte dazu Kurt Tritten aus dem Distrikt 1990 (Schweiz).
- Ablehnung einer Resolution, die den RI Board aufforderte, eine Vorschrift für die nächste Ratssitzung zu entwerfen, die Interim Charters für neue Clubs einrichten würde. “Das würde der Schaffung einer Zweiklassengesellschaft in Rotary gleichkommen”, war die Reaktion von Farouk Ben-El-Kadi, Distrikt 9010 (Algerien; Mauretanien; Marokko; Tunesien).
- Annahme einer Resolution, die den RI Board um die Berücksichtigung ersucht, Clubs zur Einrichtung eines Trainings- und Führungsausschusses (training and leadership committee) anzuregen. Gegner der Resolution argumentierten, dass mit dieser Maßnahme bereits bestehende Trainingsinitiativen auf Distriktebene dupliziert würden. Befürworter hielten dagegen, dass Clubtraining notwendig sei, und dass solche Maßnahmen Distriktinitiativen zuträglich wären.
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