Ghana nimmt den Guinea-Wurm ins Visier
Arnold R. Grahl
Rotary International News -- 22. März 2010
Eine junge Frau in Ghana zeigt eine Plastikflasche mit dem berüchtigten Guinea- oder Medinawurm
Foto mfG Walter Hughes
Rotarier aus vier Ländern helfen gemeinsam mit dem Carter Center und dem Ghana Health Service, den berüchtigten Guinea- oder Medinawurm aus der Region zu verbannen. Clubs aus 13 Distrikten in Kanada, Ghana, der Schweiz und den USA arbeiten gemeinsam mit dem Guinea Worm Eradication Programme, einer Partnerschaft des Carter Centers aus Atlanta mit der ghanaischen Regierung, um im Norden Ghanas für eine Ausrottung des Parasiten zu sorgen.
Der Guinea- oder Medinawurm befällt seit Urzeiten über einen Zwischenwirt den Menschen und wächst im menschlichen Körper auf fast einen Meter an, bevor er sich äußerst schmerzhaft einen Weg durch die Haut nach außen sucht, um sich fortzupflanzen. Übertragen wird der Parasit, wenn Menschen mit einem bestimmten Wasserfloh infiziertes Wasser trinken.
Nach Auskunft von Walter Hughes, dem Präsidenten des Rotary Clubs Rocky Mount, Virginia, der seit 2006 an der Intiative beteiligt ist, nahm die Partnerschaft zahlreicher Clubs aus mehreren Distrikten und mehreren Ländern mit NGOs bereits eine Zukunftsvision vorweg. Besonders sei aber auch die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung wichtig, weil diese am besten um lokale Infektionsherde wüssten. Und es sei der Einsatz der lokalen Clubs Tamale und Sighu zu loben, die jeweils als Host-Partner für Matching Grant- Projekte fungierten.
Nachdem die Zahl der Fälle von Wurmbefall von 4136 im Jahre 2006 auf 242 im Jahre 2009 fiel und man im Februar nur 4 Fälle verzeichnete, besteht die Hoffnung, dass im Dezember der Sieg über den Wurm verkündet werden kann. Danach bedarf es 12 Monate ohne Vorkommnisse, bevor die Region als von dem Parasiten befreit zertifiziert werden kann.
Die Matching Grants trugen zum Brunnebau und zur Erstellung von mechanischen, wind- und solargetriebenen Wasserversorgungssystemen bei. Rotarier halfen auch bei der Reparatur von bestehenden Brunnen und sie überzeugten Bewohner von der Einrichtung eines Gebührensystems für den Wassergebrauch, das die notwendigen Mittel für die Instandhaltung bereitstellt. Damit wird auch die Nachhaltigkeit der Initiative gewährleistet.
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