Rotarier finden neue Wege zur Projektfinanzierung
Antoinette Tuscano
Rotary International News -- 5. Februar 2010
Der Rotary Club Antananarivo-Aing (Madagascar) startete ein Projekt, um ein Dorf mit 700 Bewohnern mit Frischwasser zu versorgen. Unterstützt wurde der Club von Aquasure France, dem französischen Rotary Club Saint-Etienne Horizon (Loire) und der Rotary Foundation. Das Matching Grant Projekt beinhaltete fast 4.000 USD an DDF-Geldern des Distriktes 1710 (Frankreich).
Foto: Lova Ravoniarijaona
In den heutigen unsteten wirtschaftlichen Zeiten finden Rotarier neue Wege, ihre humanitären Projekte zu finanzieren, und lernen, ihre District Designated Funds (DDF) für Grant-Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Clubs oder Organisationen einzusetzen.
"Die neue Lage hat neue Kreativität und eine neue Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit sich gebracht", sagt Judith Slawny, Schatzmeisterin des Distriktes 6270 (Wisconsin, USA), in der LinkedIn-Diskussionsgruppe von RI.
Richard Panyik, der Regional Rotary Foundation coordinator für Zone 34 (Florida, Georgia, Karibik) empfiehlt Governors den Einsatz ihrer DDF-Gelder. "DDF-Salden liegen nur auf Konten herum und tun nichts Gutes für die Gemeinschaft", meint er.
Obwohl das Matchning Grant Budget der Rotary Foundation für dieses Jahr ausgeschöpft ist, können Clubs und Distrikte weiterhin Projekte finanzieren, indem sie auf DDF-Mittel zurückgreifen. Dazu ist ein Matching Grant Antrag erforderlich, jedoch stellen die Sponsoren Bar- und DDF-Beiträge bereit, anstatt Mittel durch den World Fund zu beantragen.
Larry Levenson, Mitglied des Rotary E-Clubs of the Southwest (Arizona, USA), bestätigt, dass sein Club DDF-Zuweisungen einsetzte, um ein Matching Grant-Projekt mit einem Club im indischen Rajkot zu realisieren, bei dem dieselbetriebene Wasserpumpen mit durch Windkarft angetriebenen Pumpen ersetzt wurden. Bei LinkedIn erklärte Levenson, wie diese Pumpen bei der Salzgewinnung aus Meerwasser eingesetzt werden und Arbeitern ein Tageseinkommen von 2 US-Dollar ermöglichen. Zuvor hatten die Arbeiter die Hälfte ihrer Erlöse für Dieselkraftstoff und Reparaturen der Pumpen aufwenden müssen.
Die mit Hilfe von Past RI Director Milton Jones im Rotary-Jahr 2006/07 ins Leben gerufene Caribbean Partnership ist ein weiteres Beispiel, wie Clubs ihre DDF-Zuweisungen zusammen legen und gemeinsam mit Rotaract and Interact Clubs humanitäre Projekte realisieren. Die Partnerschaft umfasst 800 Clubs der Karibik und der USA der Zonen 33 und 34.
Past District Governor J.V. Vlass, Chair-elect der Partnerschaft, betont, dass Clubs aus anderen Weltregionen herzlich willkommen seien. Er nutzt jede Gelegenheit, für die Kooperation zu werben, für ihn ein positives Resultat der gegenwärtigen Weltlage. Die Familie von Rotary rücke zusammen, sagt er, um sich gegenseitig zu helfen.
Clubs und Distrikte können sich an ihren Governor wenden, wenn sie DDF-Mittel für Gemeindienstprojekte einsetzen wollen. Natürlich sind daneben Spenden an den Annual Programs Fund durch die Initiative Every Rotarian, Every Year - jedes Jahr eine Spende der beste Weg, um zu garantieren, dass Matching Grants in den kommenden Jahren wieder wie zuvor vergeben werden können.
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