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 Impfstationen an Grenzübergang bedeuten großen Schritt im Kampf gegen Polio


 
 

Medizinische Hilfskräfte aus Afghanistan an einer temporären Impfstation am Grenzübergang zu Pakistan. Foto mit freundlicher Genehmigung von Aziz Memon

Auch wenn während der Nationalen Impftage (National Immunization Days, NIDs) in Pakistan und Afghanistan der Einsatz stets groß war, um alle Kinder gegen Polio zu impfen, so blieb doch eine Gruppe von Kindern bisher immer außen vor. Die Kinder der Nomadenfamilien, die zwischen der afghanisch-pakistanischen Grenze hin und her ziehen, verpassten NIDs sowohl in dem einen als auch dem anderen Land und da der Impfstoff im heißen Wüstengebiet der Grenzregion bisher nicht verabreicht werden konnte, fielen sie bei den Impfkampagnen einfach durch das Raster.

Um auch diese Kinder vor der Kinderlähmung zu schützen und ihnen eine Impfung zu ermöglichen, wurden jetzt temporäre Impfstationen auf beiden Seiten der Grenze bei Torkham aufgestellt. Mit Hilfe eines PolioPlus Partners-Grant in Höhe von 13.858 USD wurden hierfür Lager-Container umgewandelt und mit Klimaanlagen, sanitären Einrichtungen und Kühlschränken für die Lagerung des Schluckimpfstoffes ausgestattet.

Die neuen Impfstationen sind ein großer Schritt im Kampf gegen Polio in Afghanistan und Pakistan, zwei der letzten vier Länder, in denen weiterhin Ansteckungsgefahr mit dem Poliovirus besteht. Insgesamt konnten am Internationalen Friedenstag am 21. September 1,2 Millionen afghanische Kinder geimpft werden, das beste Ergebnis seit 18 Monaten. Der Einsatz, über dessen Erfolg sich Vertreter der Weltgesundheitsorganisation sowie der afghanischen Regierung einig sind, soll bereits im Oktober und November wiederholt werden.

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