Rotary.org: Aktuelles - Unterschiedliche Mitgliedschaftsstrategien für Stadt und Land

 Unterschiedliche Mitgliedschaftsstrategien für Stadt und Land

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D. Rae Carpenter, Past Governor von Distrikt 7570, gibt Tipps zur Clubausbreitung. Foto mit freundlicher Genehmigung von D. Rae Carpenter

Während seines Amtsjahres als Governor von Distrikt 7570 (Teils Tennesse und Virginia, USA), setzte sich D. Rae Carpenter stets unermüdlich dafür ein für Rotary zu werben. "Ich sprach mit jedem einzelnen Geschäftsinhaber und erzählte ihnen von der Organisation und den großartigen Dingen, die sie für das Gemeinwesen tut und was sie selbst [als Rotarier] für ihr Gemeinwesen tun könnten."

Während Carpenter von 1998 bis 2008 als Vorsitzender des Distriktausschusses zur Ausbreitung diente, erhöhte sich die Anzahl der Clubs im Distrikt von 69 auf 84. Er ist überzeugt davon, dass eine langfristige Planung und eine Konzentration auf Mitgliedervielfalt der Schlüssel für den Erfolg einer Mitgliedschaftsstrategie sind.

"Jeder Club ist in seiner Zusammensetzung einzigartig -- Geschlecht, Alter, sozioökonomische Faktoren, Projektbegeisterung und jeder neue Club spiegelt einen Teil der Gesellschaft wider, den bestehende Clubs noch nicht abgedeckt haben."

Carpenter betont auch, wie wichtig sponsernde Clubs sind, die sich für die Gründung neuer Clubs einsetzen, ohne Angst zu haben dadurch eigene Mitglieder zu verlieren. Es sei jedoch immer auch wichtig darauf zu achten, an Neugründungen in ländlichen Gegenden anders heran zu gehen als in städtischen Gebieten.

Im Folgenden einige seiner Tipps zur Clubausbreitung:

Städtische-/ Metropol-Regionen 

  • Eine Erhebung zu Klassifikationen sollte eher dafür eingesetzt werden, um Vielfalt zu garantieren und weniger dafür um potenzielle Mitglieder in Berufskategorien einzuteilen.
  • Treffen zum Frühstück oder Mittagessen sind für Neu-Mitglieder eher attraktiv; neue Clubs hingegen sollten auch Treffen am frühen Abend in Betracht ziehen.
  • Ein Mitgliedschaftsausschuss kann in kurzer Zeit viele Neu-Kontakte machen, um Mitglieder für einen neuen Club zu gewinnen.
  • Ein Sponsor-Club kann einen neuen Club bei der Deckung der Gründungkosten helfen, indem er diesen z.B. bei der Öffentlichkeitsarbeit oder Finanzierung unterstützt.
  • Neben den sicherlich reichlichen Programm-Rednern aus dem eigenen Gemeinwesen können neue Clubs auch auf Redner aus dem Sponsor-Club zurückgreifen. 

Ländliche Regionen 

  • Eine Erhebung zu Klassifikationen ist entscheidend, um potenzielle Mitglieder einzuschätzen und Erstkontakte auszumachen.
  • Die Aufgabe der Mitglieder-Rekrutierung fällt in besonderer Weise dem vom Governor ernannten Sonderbeauftragten zu, der mit der Charter-Gruppe zusammenarbeitet, die mit der Clubgründung betraut ist, oder dem Vorsitzenden des Distriktausschusses zur Ausbreitung.
  • Ein genauer Zeitpunkt für Treffen sollte sobald wie möglich festgelegt sein, da dieser Faktor die Mitgliederauswahl beeinflusst.
  • Neue Clubs und deren Sponsor-Clubs in ländlichen Regionen liegen oftmals weiter auseinander, als in städtischen Regionen, weshalb der Sonderbeauftragte und Vorsitzende des Distriktausschusses zur Ausbreitung mehr Zeit in dem neuen Club verbringen sollten. Auch bedarf es oftmals mehr Einfallsreichtum beim Ausarbeiten eines wöchentlichen Programms.
  • Clubs ländlicher Regionen sind die idealen Sponsoren von neuen ländlichen Clubs, da sie deren Anforderungen besser verstehen.

Beide Arten 

  • Neue Clubs sollten ehemalige Rotarier auffangen, die aufgrund von Treffpunkt-Zeiten austreten mussten.
  • Neue Clubs sollten die gleiche Anzahl von Männern und Frauen aufnehmen.
  • Governors sollten mit Bedacht den Sonderbeauftragten auswählen.

Dies ist der dritte einer Reihe von Artikeln über Expertentipps zur Mitgliedschaftsstärkung. 


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