Trotz Konflikten im Land bemüht sich Pakistan um Ende von Polio
Dan Nixon
Rotary International News -- 27. Mai 2009
Rotarier und Freunde beim Marsch gegen Polio in Karatschi.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Aziz Memon
Pakistans Bemühungen bei der Ausrottung von Polio gehen weiter, trotz der Vertreibung von bis zu einer Millionen Menschen durch einen Militärkonflikt an der Grenze im Nordwesten des Landes.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet über folgende positive Entwicklungen:
- Mit Stand zum 19. Mai konnten neun Impf-Teams beinahe 17.900 Kinder unter fünf Jahren entlang der drei Hauptverkehrsrouten aus der Konfliktzone heraus impfen.
- Mobile Einsatzteams gingen in 26 Auffanglagern, in denen sich insgesamt 87.000 Vertriebene aufhalten, von Zelt zu Zelt, um 6.890 Kinder zu impfen. Außerdem befinden sich Einsatzteams an allen Registrierungspunkten der Lager, um Neuankömmlinge zu impfen.
- Geplante Impf-Team-Einsätze bei Nationalen Impftagen (NIDs) vom 28.-30.Mai und Regionalen Impftagen vom 22.-24. Juni in Gemeinden, die vertriebene Familien aufgenommen haben, sollen sicherstellen, dass dort alle Kinder gegen Polio geimpft werden und Vitamin A verabreicht bekommen.
Laut offiziellen Vertretern der WHO ist es dringend notwendig, die Kinder vertriebener Familien zu erreichen, da dies bisher durch die unsicheren Verhältnisse in deren Heimatregion nur schwer möglich war.
Um für die kommenden NIDs zu werben, bei denen 33 Millionen Kinder geimpft werden sollen, nahmen Rotarier und Sozialarbeiter am 21. Mai in Karatschi an einem Marsch gegen Polio teil. Durch die medienwirksame Teilnahme der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt, Nasreen Jalil, konnte breite Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung und somit auch die kommenden NIDs gelenkt werden.