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 Holocaust-Überlebender nennt Mitgliedschaft bei Rotary beste Entscheidung seines Lebens


 
 


Über viele Jahre behielt Sam Harris seine Erinnerungen an die Zeit in einem Konzentrationslager und die Erfahrungen seiner Kindheit für sich.

Aber die Freundschaften, die Harris durch Rotary erfuhr, ermutigten ihn schließlich dazu, seine Geschichte einer Öffentlichkeit zu erzählen. Ebenfalls durch Rotary wurden er und eine Gruppe von örtlich ansässigen Holocaust-Überlebenden darin bestärkt, ein Museum zu planen das ihre Erinnerungen bewahren würde.

Harris, 73, seit 1970 Mitglied des Rotary Clubs Northbrook, Illinois, USA, ist Vorstandsvorsitzender des Illinois Holocaust Museum and Education Center (Holocaust Museum und Bildungszentrum von Illinois) in Skokie. Bei dessen feierlicher Eröffnung am 19. April traten  unter anderem als Gastredner der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Friedensnobelpreisträgerin Elie Wiesel auf. 

In dem beinahe 6.000 Quadratmeter umfassenden Museum sind die Zeugnisse von 2.000 meist ortsansässigen Überlebenden sowie Fotografien, Ausstellungsobjekte und eine originale Protokollsammlung der Nürnberger Prozesse untergebracht. Außerdem ist einer jener Zugwagons aus der Nazi-Zeit zu sehen, die dafür eingesetzt wurden, um Menschen in Konzentrationslager zu deportieren. Dank Harris Einsatz war es gelungen, diesen für das Museum zu beschaffen.

"Ich will sicher gehen, dass wir aus unserer Geschichte etwas lernen, dass so etwas wie der Holocaust nie wieder vorkommt," sagt Harris. "Rotary war immer da für mich und spielte auch bei unserem Traum ein Holocaust-Museum zu errichten eine gewichtige Rolle."

1988 schloß sich Harris einer Gruppe ortsansässiger Überlebender mit dem Namen "The Holocaust Memorial Foundation of Illinois" (Die Holocaust-Gedächtnis Stiftung von Illinois) an. Wie sein Club in Northbrook reagierte, als er diesem vor zehn Jahren eröffnete, dass die Holocaust Memorial Foundation beschlossen hatte ein neues Museum zu bauen, weiß er noch genau. Praktisch der gesamte Club war sofort bereit das Projekt zu unterstützen und half im Endeffekt das Resultat zu erzielen, das wir heute sehen können.

Harris hatte seine Eltern und die meisten seiner Geschwister in Konzentrationslagern verloren. Nach dem Krieg wurden er uns seine Schwester Sara von der älteren Schwester Rosa in die Vereinigten Staaten geschickt, wo sie in einem Pflegeheim in Chicago unterkamen. Beide wurden schließlich adoptiert, Sam Harris von einer Familie in Northbrook.

Ein Mitglied von Rotary zu werden, war eines der besten Dinge die mir je passiert sind, sagt Harris und um Rotary und dessen Einsatz für das Museum zu würdigen, sammelt er momentan Spenden für eine Erinnerungstafel im Museum.


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