Globale Herausforderungen sind Thema der Rotary Alumni Celebration 2009
Jennifer Atkin
Rotary International News -- 17. Februar 2009
Jean-François Rischard, Autor des Buches „High Noon: 20 Global Problems, 20 Years to Solve Them“ („High Noon: 20 globale Probleme, 20 Jahre, um sie zu lösen“) wird auf der Rotary Alumni Celebration sprechen.
Foto mfG Jean-François Rischard
In dem Westernklassiker „High Noon“ stellt sich Gary Cooper einer bevorstehenden Machtprobe in einer spannungsgeladenen Gemeinschaft. Für Jean-François Rischard, Autor des Buches High Noon: 20 Global Problems, 20 Years to Solve Them , it's „High Noon: 20 globale Probleme, 20 Jahre, um sie zu lösen“, ist das eine perfekte Metapher, um die Dringlichkeit der globalen Aufgaben zu vermitteln.
„Wir müssen uns die weltweit besten Denker suchen und ihnen dabei helfen, sich zu Problemlösern auf globaler Ebene zu entwickeln“, sagt Rischard. Er wird der Hauptredner auf der Rotary Alumni Celebration sein, die am 20. Juni 2009 in Birmingham, England, stattfindet.
Als Rotary Stipendiat an der Harvard Business School 1974 bis 1975 hatte Rischard ein wichtiges Ziel: für die Weltbank zu arbeiten. „Ich konnte mir keine bessere Institution vorstellen, denn die Bank war so zentral und so einflussreich“ angesichts der Aufgabe, 150 Ländern bei der Verbesserung ihres Lebensstandards zu helfen, erklärt er.
Rischard, ein gebürtiger Luxemburger, hatte nach abgeschlossenem Studium in Jura und Wirtschaftswissenschaften zuvor bereits an der Universität von Aix-Marseille, Frankreich, gelehrt. Doch der damalige Weltbank-Präsident Robert McNamara, der der Bank eine neue Ausrichtung auf die Verminderung der Armut hin gegeben haben soll, inspirierte ihn. Mit der Unterstützung des Rotary Clubs Aix-en-Provence machte er sich auf den Weg nach Harvard, um dort den Master-Studiengang für Business Administration zu absolvieren (MBA).
Damit begann Rischards 30-jährige Karriere bei der Weltbank in Paris. Er wurde Vizepräsident für Europa und war zuständig für die Entwicklung neuer Partnerschaften und Initiativen mit den größten Aktionären der Bank. Seine breit gefächerte Ausbildung und seine internationale Erfahrung halfen ihm schließlich dabei, „High Noon“ zu schreiben – ein kurzes, leicht verständliches Buch, das bereits in 15 Sprachen übersetzt worden ist.
In dem Buch beschreibt Rischard 20 entscheidende globale Herausforderungen, die seiner Ansicht nach nicht von einzelnen Nationen oder den heute bestehenden internationalen Institutionen im Alleingang bewältigt werden können. Er unterteilt die Herausforderungen in drei Kategorien: Probleme, die mit den Ressourcen der Erde zu tun haben wie z.B. die globale Erwärmung und die Wasserknappheit, humanitäre Probleme wie die Seuchen- und Armutsbekämpfung und organisatorische Fragen bezüglich Handel und Arbeit. Seit der Veröffentlichung des Buches 2002 „sind die Probleme noch gewachsen“, meint Rischard.
Um sie zu lösen schlägt Rischard die Initiierung von Netzwerken zwischen Experten aus Regierungen, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und der Wirtschaft vor, die an jeweils einer der globalen Herausforderungen arbeiten. Wie diese Netzwerke aussehen und wie sie agieren könnten wird auf der Rotary Alumni Celebration diskutiert werden. Teilnehmer sollten deshalb vorab „High Noon“ lesen in Vorbereitung auf entsprechende Diskussionsrunden und die vorgesehene Fragestunde mit Jean-François Rischard. Die ersten 50 Alumni des Rotary Stipendienprogramms und des Studiengruppen-Austausches, die sich für die Celebration anmelden, erhalten ein Freiexemplar des Buches..
Da die meisten Rotary Stipendiaten eine kosmopolitische Einstellung entwickelt haben, sind sie, so meint Rischard, prädestiniert dafür, sich den globalen Herausforderungen zu widmen. „Ungeachtet ihrer Spezialgebiete sollten sich Stipendiaten in erster Linie als globale Problemlöser verstehen. Denn dank Rotary haben sie die Gelegenheit gehabt, Kompetenzen auf globaler Ebene zu erwerben“, erläutert er. „Uns fehlen solche globalen Problemlöser.“
Auch wenn die Zeit knapp wird, sind die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, nicht unüberwindlich, betont Rischard. Gary Cooper hat seine Prüfung in „High Noon“ gemeistert. Vielleicht schaffen wir das auch.
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