Rotary.org: Aktuelles - Bill Gates kündigt weitere 255 Millionen für den Kampf gegen Polio an

 Bill Gates kündigt weitere 255 Millionen für den Kampf gegen Polio an

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Bill Gates gab die neue Grant-Spendensumme von 255 Millionen für den Kampf gegen Polio bei der International Assembly 2009 in San Diego bekannt. Foto: Rotary Images/Monika Lozinska-Lee

Die Bill & Melinda Gates Foundation vergab weitere 255 Millionen US-Dollar an Rotary International, um die globalen Anstrengungen zur Ausrottung der Kinderlähmung fortführen zu können. Damit bekaufen sich die neuerlichen Spendenzusagen von Rotary und der Gates Foundation zusammen auf 555 Millionen US-Dollar.

Direkt im Anschluss an ein Treffen mit Governors elect aus den vier Ländern, in denen das Poliovirus noch endemisch vorkommt -- Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan -- gab Bill Gates am Mittwochmorgen bei der Assembly in San Diego eine neue Zuwendung seiner Stiftung bekannt.

„Rotarier, Regierungsvertreter und Gesundheitsbeauftragte haben in einer phänomenalen Anstrengung dafür gesorgt, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem Polio nur noch eine kleine Anzahl von Kindern in der Welt befällt“, sagte Bill Gates, Co-Chair der Gates Foundation. „Doch ist eine vollständige Ausrottung des Poliovirus sehr schwierig und wird weiterhin für Jahre hinaus schwierig sein. Rotary insbesondere hat meine persönliche Überzeugung inspiriert, sich ganz besonders für eine vollständige Ausrottung einzusetzen.”

"Jetzt werden wir Polio beenden", bestätigte Robert S. Scott, Vorsitzender des International PolioPlus Committee von RI.

Als Antwort auf die neue Zuwendung von 255 Millionen US-Dollar wird Rotary weitere 100 Millionen US-Dollar an Spendenleistungen beisteuern. Bereits im November 2007 erhielt Rotary von der Gates Foundation ein Challenge-Grant von 100 Millionen US-Dollar und verpflichtete sich, diese Summe mit weiteren 100 Millionen US-Dollar zu ergänzen. Damit belaufen sich die Gates-Zuwendungen auf 355 Millionen US-Dollar und die Zusagen von Rotary auf 200 Millionen US-Dollar. Die neue Kampagne wird als Rotary’s US$200 Million Challenge, die "200- Millionen-Dollar-Herausforderung von Rotary" bezeichnet und läuft bis 30. Juni 2012.

Diese Summe von 255 Millionen ist die größte je von der Gates Foundation vergebene Summe und die größte Zuwendung, die Rotary je in seiner 104-jährigen Geschichte erhielt. Rotary wird diese Gelder zur direkten Unterstützung von durch die Global Polio Eradication Initiative ausgeführten Impfmaßnahmen einsetzen. Zur GPEI gehören neben Rotary die World Health Organization, UNICEF und die US-Gesundheitsbehörden CDC. Die Verteilung der Gelder erfolgt über die  WHO und UNICEF.

Die Teilnahme und Mitwirkung von Rotariern und Rotary Clubs an der Challenge ist ausschlaggebend für den Erfolg der Kampagne. Rotary hat bereits 73 Millionen US-Dollar beisammen: 62 Millionen US-Dollar an Spendenbeiträgen, und weitere 11 Millionen US-Dollar an Spendenzusagen. Jeder Club ist aufgerufen, jährliche Spendenaktionen und Fundraiser zu organisieren, um über die nächsten drei Jahre die Spendenherausforderung zu erfüllen. Im Oktober genehmigte das Kuratorium auch eine besondere Paul Harris Fellow Ehrung mit speziellem End Polio Now-Logo, die ab 1. Juli verfügbar ist.

Der Kampf gegen Polio ist seit 1985 höchste Priorität von Rotary und mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar flossen diesem Zweck zu. Bill Gates würdigte Rotary für den Eintritt für die Sache und die unzähligen Freiwilligeneinsätze und Spenden, die dazu beitrugen, die Zahl von Polioinfektionen um 99 Prozent zu reduzieren. “Die Welt wäre nicht dort, wo sie heute wäre ohne Rotary, und sie wird nicht dort sein, wo sie sein sollte - ohne Rotary", sagte er.

RI-Präsident John Kenny betonte, dass die letzte Hürde noch vor ihnen liege. Die Zuwendung zeige aber die gleiche Entschlossenheit der Gates Foundation, die auch Rotary auszeichne, die Welt von dieser Krankheit zu befreien.

Gates berichtete den Governors elect auch von seiner Reise nach Indien im November, und einem Moment, wo er ein neunmonatiges Kind in einem Slum in East Delhi im Arm hielt. "Sie verstand natürlich nicht, warum so viele Leute sie ins Bein pieksten und so ernst aussahen. Doch sie wird niemals Fußball oder Verstecken spielen können, denn sie hat Kinderlähmung. Und als ich Hashmin so hielt, dachte ich: das können wir stoppen”. Man könne nicht genau sagen, wann das letzte Kind an Polio erkranken werde, führte er weiter aus. "Aber wir haben die Impfstoffe, um die Krankheit auszumerzen. Länder haben den Willen, alle Mittel in ihrer Macht einzusetzen. Wenn  wir alle die Kraft haben, diese Anstrengung zu Ende zu führen, dann werden wir Polio ausrotten."

Unabhängig von der Rotary-Challenge, aber als willkommene Würdigung des Einsatzes der GPEI gaben die Regierungen von Deutschland und Großbritannien bekannt, ihrerseits 100 Millionen Euro bzw. 100 Millionen Pfund bereitzustellen. Die Unterstützung von Regierungen ist nach den Worten von Bob Scott eine Schlüsselkomponente im Kampf gegen die Kinderlähmung.

Helfen Sie mit Ihrer Unterstützung im Kampf gegen Polio


3 Comments:
At 9:09 on 21 September 2009, PDG Urs Herzog wrote: Ein Spendenbarometer betr. der 200-Millionen-Challenge, das wöchentlich aufdatiert würde, könnte die Motivation, noch mehr zu spenden sicherlich spürbar verbessern. Diese Erfahrung haben wir in der Schweiz und im Fürstentum Liechternstein in positivem Sinne gemacht. Das Diagramm ist sprachunabhängig und könnte von allen verstanden werden.
At 8:56 on 23 Januar 2009, Helmut Ruckriegel, Präsident 2008/09 RC Nürnberger Land wrote: Eine tolle Sache! Selbstverständlich werden wir dazu wieder unseren Clubbeitrag leisten. Jetzt heißt es aber "PR-mäßig" aufpassen: Rotary International hat so viel Geld in so langen Jahren in dieses erfolgreiche Projekt investiert - Nicht dass es nun auf der Zielgerade in den Augen und Köpfen der Welt heißt, die weltweite Ausrottung von Polio habe man (insbesondere oder letztlich nur) der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung zu verdanken.
At 10:18 on 22 Januar 2009, PDG Hans Pfarr wrote: Die Darstellung ist gut und schlüssig. Den DGelect sollte man noch Argumentationshilfen in Form von FAQ in der Landessprache mit auf den Weg geben.

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