Hunderte Teilnehmer beim Rotary UN Day
Jennifer Lee Atkin
Rotary International News -- 14. November 2008
Bradley Jenkins und Salil Shetty, Director der Millenniumskampagne der UNO, heißen die Teilnehmer des Rotary-UN-Tages willkommen (oben). RI Präsident Dong Kurn Lee begrüßt Jonathan Olunga aus Uganda, dem 10.000.
Gift of Life-Patienten (unten)
Rotary Images/Alyce Henson
Über 900 Teilnehmer, darunter Rotarier, Rotaracter und Interacter aus über 44 Ländern wohnten dem Rotary International Day bei den Vereinten Nationen am 8. November bei in New York City. H. Bradley Jenkins, RI-Vertreter bei der UNO in New York, war der Hauptorganisator der Veranstaltung, gemeinsam mit den stellvertretenden RI-Vertretern Sylvan M. Barnet Jr., Robert A. Coultas, William A. Miller und Helen B. Reisler.
Die Tagesordnung war gefüllt mit Podiumsdiskussionen zu den Themen Wasser, Analphabetismus und Gesundheit und Ernährung. Die Referenten kamen sowohl von Rotary als auch der UNO und aus Nichtregierungsorganisationen. Damit wurde erneut unterstrichen, wie Organisationen zusammenarbeiten können, um diese komplexen Problembereiche anzugehen.
In einer der Diskussionen sagte Martin Silink, Präsident der International Diabetes Federation (IDF), dass die Hälfte der 440.000 zuckerkranken Kinder der Welt keinen Zugang zu lebenswichtigem Insulin haben. Silink rief die Rotarier auf, zum Wohle der Kinder Diabetes-Projekte zu unternehmen und betonte, dass die UNO 2006 eine Resolution verabschiedete, den 14. November zum World Diabetes Day zu machen. C. Wayne Edwards, Past Governor und Mitglied des Rotary Clubs Tallahassee (Florida), beschrieb, wie er durch die Diabeteserkrankung seiner Frau dazu kam, Gelder für den Kampf gegen Diabetes zu sammeln. Das Resultat war ein Projekt mit einem Finanzierungsrahmen von 106.000 Dollar, das mit Hilfe der IDF ein Camp für zuckerkranke Kinder und sieben Kliniken in Bolivien einrichtete.
Neben den Morgenveranstaltungen fand auch ein Jugendprogramm Beachtung, das sich besonders an Oberschüler wendete.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war eine Rede von Grace Agwaru aus Uganda, 1975 die erste Herzpatientin, die mithilfe des von Rotary unterstützten Gift of Life Programms eine lebensrettende Operation erhielt. "Indem Sie mir das Leben retteten, haben Sie mir auch Gelegenheit gegeben, für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen", sagte Agwuru, die für die Teso Foundation for Sustainable Development arbeitet. Frau Agwaru stellte auch mit dem 11-jährigen Jonathan Olunga aus Uganda das 10.000. Kind vor, das eine Gift-of-Life-Operation erhielt.
Den größten Applaus des Tages erhielt Anand Balachandran, Interagency Coordinator der Weltgesundheitsorganisation WHO, der die Effektivität der Global Polio Eradication Initiative vorstellte, indem er die heute noch verbleibenden vier Länder, in denen Polio vorkommt, den 125 Ländern gegenüber stellte, in denen Polio 1988 noch grassierte. Diese Leistung wäre nicht ohne Rotary möglich gewesen, sagte, sagte Balachandran.
Projekte im Spotlight
Zu anderen Rotary Service-Projekten, die während des Tages vorgestellt wurden, gehörten Adopt-a-Village, ein kombiniertes Hunger- und Bildungsprojekt für arme Dörfer in Afrika; Reach Out and Read, welches die Förderung von Lesen und Schreiben zu einem Standard in der kinderärztlichen Versorgung macht; Rotary Books for the World, ein Projekt, das Bücher für Afrika sammelt und verschickt; und The Seed Program, bei dem Saatgut an Menschen in Entwicklungsländern verschickt und den Menschen der nachhaltige Anbau beigebracht wird.
Die Resonanz zum Tage war eindeutig. Stellvertetend für viele betonten die erstmals am Rotary-UN Day teilnehmenden Thomas und Rosenia Devine aus Emmaus, Pennsylvania, dass sie viele Ideen mit nach Hause in ihren Club nehmen. Und Peter Marshall vom Rotary Club Mineola-Garden City (New York) war überzeugt, dass dies die beste Veranstaltung der letzten 12 Jahre war, in denen er stets präsent war. Auch er führe mit "einer vollen Aktentasche neuer guter Ideen" nach Hause, sagte er.
Insgesamt fasste RI Präsident elect John Kenny den Erfolg des Tages zusammen: “Wenn wir die Probleme sensibel analysieren und gemeinsam nach Lösungen suchen, wird die Welt eine bessere sein als zuvor. Wir alle, die wir hier und heute versammelt sind, sind hier, weil wir an diesen Lösungen arbeiten wollen.”
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