Rotary.org: Aktuelles - ShelterBox und Rotarier helfen Erdbebenopfern in China

 ShelterBox und Rotarier helfen Erdbebenopfern in China

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Gong Jianzhong, der chinesische Generalkonsul im britischen Manchester nahm im LifeBox-Lager 100 LifeBoxes und 1.200 LifeStraws für die Erdbebenhilfe in der Provinz Sichuan entgegen. Photo: Rotary Club Denton und Audenshaw.

Vierhunder ShelterBox-Container kommen noch dieses Wochenene in der chinesischen Provinz Sichuan an, um dem akuten Unterkunftsnotstand Abhilfe zu schaffen. Das Erdbeben am 12. Mai hatte 50.000 Todesopfer gefordert und mehr als fünf Millionen Menschen obdachlos gemacht. Weitere 400 Container befinden sich auf dem Weg in das Katastrophengebiet.

Jeder Container enthält ein Zelt, eine Herdplatte, einen Wasserreinigungs-Kit, Decken, Werkzeug und andere Bedarfsartikel, die einer 10-köpfigen Familie das Überleben für sechs Monate sichert. Shelterbox ist eine in Großbritannien ansässige, von Rotary Clubs in aller Welt unterstützte Katastrophenhilfeorganisation.

Auf Wunsch der chinesischen Regierung wird ShelterBox weitere 1.700 Behelfszelte zur Verfügung stellen. Chinesische Funktionäre haben dringende Appelle um die Versorgung mit weiteren Notunterkünften an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen übernachten in die Städte strömenden Flüchtlinge wo auch immer sie einen Platz finden können - manche sogar in Sportstadien und Behelfszelten.

Drei Mitglieder des ShelterBox Response Teams beteiligen sich in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, an der Verteilung der Hilfsgüter. „das Ausmaß der Katastrophe ist wesentlich größer als ich das je erlebt habe", äußerte sich Tom Lay, der ebenfalls dem ShelterBox-Team angehört, gegenüber BBC News.

LifeBox, ein karitatives Projekt des Rotary Clubs Denton and Audenshah im britischen Manchester, beteiligt sich ebenfalls an den Katastrophen-Hilfsmaßnahmen in Sichuan. Einhundert LifeBox-Container mit Werkzeugen, Decken und Bedarfsartikeln für Babys sowie dem Wasserreinigungs-Tool LifeStraw sind mitsamt weiteren 1.200 LifeStraws an die Provinz geschickt worden.

Im Zielgebiet ebnen chinesische Rotary Clubs den Weg für die Zulassung von Organisationen wie ShelterBox und LifeBox zum Katastrophengebiet und sorgen für Passierscheine für die Behälter.

Der Rotary Club Peking, der sich mehr als 1.400 km vom Katastrophengebiet entfernt befindet, erörtert Erdbebenhilfe-Projekte. Im Rahmen dieser Bemühungen soll im betroffenen Gebiet Säuglingsnahrung in Höhe von 4.000 USD verteilt werden. Der Club veranstaltete für diesen Zweck auch eine Spendenaktion, bei der die Mitglieder bei ihrem Treffen am Tag des Erdbebens mehr als 1.000 an Geldern beisteuerten. Clubpräsident Mike Ma erwähnte auch, dass ein Teil der Gelder des jährlichen Wohltätigkeitsballes in der kommenden Woche, an dem auch RI Präsident elect Dong Kurn Lee teilnimmt, für die Erdbebenhilfe verwendet werden sollen.

„Man erörtert bereits ein mögliches Projekt zur psychologischen Beratung von Erdbebenopfern in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Roten Kreuz und Wiederaufbauprojekten im Katastrophengebiet", erklärte Ma. „Wir untersuchen momentan auch, welche Möglichkeiten für langfristigere bedeutsame Wiederaufbauprojekte es gibt.


Sandra Prufer wirkte an diesem Beitrag mit.

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