Wissen um Armut in der Welt ist entscheidend
Ryan Hyland
Rotary International News -- 18. Januar 2008
Alyce Henson/Rotary Images
US-Rotarierin Deepa Willingham, Gründerin von PACE Universal, bei ihrem Vortrag während der Plenarsitzung für Governor elect-Ehepartner bei der Internationalen Versammlung 2008.
Wenn Rotarier konkret über die Armut in der Welt erfahren, schreiten sie zur Tat, um den Ärmsten zu helfen. Das war die wesentliche Aussage in dem Vortrag von Referentin Deepa Willingham während der zweiten Plenarsitzung für Ehepartner anlässlich der Internationalen Versammlung.
Willingham, die dem Rotary Club Santa Ynez Valley in Kalifornien angehört, stellte den Zuhörern folgende Fakten vor: 1,3 Milliarden Menschen weltweit leben von weniger als 1 USD pro Tag, und 10 Millionen Kinder pro Jahr sterben aufgrund extremer Armut vor Vollendung ihres fünften Lebensjahres.„Diese Zahlen erschüttern mich zutiefst und erfüllen mich mit unsagbarer Traurigkeit", sagte sie dazu.
Traurige Statistiken wie diese veranlassten Willingham zur Gründung von PACE Universal (Promise of Assurance to Children Everywhere) im Jahre 2003. Die Organisation bemüht sich in erster Linie um die Förderung der Bildung, der Ernährungs- und Gesundheitssituation und der sozialen Integration junger Mädchen in den Slums von Kalkutta (Indien), aber auch in anderen Armutsregionen dieser Welt.
„Ich bin nur eine einfache Rotariern aus einer Kleinstadt in Südkalifornien, doch bin ich davon überzeugt, dass ich Gutes bewirken kann, indem ich meinen Teil dazu beitrage, mag dieser auch noch so unbedeutend sein", setzte Willingham hinzu.
Ihr Club veranlasste in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Calcutta Metropolitan den Bau einer ständigen Behausung für das Piyali Learning Center, einer Bildungseinrichtung, die in der Zukunft 1.200 Mädchen und 500 Jungen aus verarmten Dörfern in der Umgebung von Kalkutta eine Bildung ermöglichen wird.
Das Zentrum wird auch dazu beitragen, dass der Gemeinde Piyali Junction sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Solaröfen zur Verfügung stehen. „Ziel des Zentrums ist es, die Lebenssituation der Menschen nachhaltig verbessern zu helfen", erklärte Frau Willingham.
„Die Ärmsten der Armen leben ohne Hoffnung, sind völlig ihrem Schicksal ausgeliefert und ihrer Fähigkeit, ihre Zukunft mitzubestimmen, beraubt“, sagte Willingham weiter.
Laut Willingham ist es nun an Rotary, angesichts extremer Armutszustände entscheidende und hilfebringende Maßnahmen einzuleiten, Maßnahmen, die beispielhaft dafür sind, wie sich die Kraft eines Einzelnen wie eine Welle fortsetzen und verstärken und damit die Lebenssituation eines Kindes nach dem anderen, einer Gemeinde nach der anderen, zum Besseren wenden kann.