Rotary.org: Global Outlook

Global Outlook


Von Anfang an im Einsatz für den Frieden

 
 

Rotary Friedensstipendiatin Nai-Hua Wu vor den ins Amt kommenden Governors auf der International Assembly 2010 in San Diego. Rotary Images/Alyce Henson

A uch wenn der Einsatz für den Weltfrieden zunächst nicht die Hauptidee war, die hinter Rotary steckte, so wurde das Thema in der Organisation doch bald so bedeutend, dass Frieden und Rotary heute nicht mehr voneinander zu trennen sind.

1914, zu Beginn des Ersten Weltkriegs, nahmen die Teilnehmer an Rotarys International Convention in Houston einen Beschluss an, der die Einberufung einer internationalen Friedenskonferenz forderte und alle Rotarier dazu aufforderte, Friedensbemühungen, wie die internationale Friedensbewegung, zu unterstützen. Im September des selben Jahres reichte der Rotary Club Minneapolis bei der International Association of Rotary Clubs den Vorschlag ein, dass alle Rotarier sich in ihren Gemeinwesen als Fürsprecher für den Frieden engagieren sollten.

Als die Organisation 1922 den Namen Rotary International annahm, wurde festgelegt: "Völkerverständigung und Frieden durch eine im Ideal des Dienstes vereinte Weltgemeinschaft aus Geschäftsleuten und Berufstätigen zu fördern." Und auf der Convention in Havanna im Jahr 1940 nahmen die Teilnehmer zusätzlich einen Beschluss an wonach: "Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit, Unverletzbarkeit des Versprechens und Achtung der Menschenrechte [...] für die Wahrung des Weltfriedens [...] unabdingbar sind."

Trotz aller Umstände gelang es den Rotariern auch während des Zweiten Weltkrieges, in London eine Konferenz zu organisieren, auf der Vertreter aus 21 Ländern einen Friedensplan entwarfen. Die internationale Arbeitsgruppe, die hieraus hervor ging, entwickelte sich später zur UNESCO. Zuvor jedoch nahmen auf einem historischen Treffen 1945 in San Francisco 40 Rotarier als Delegierte und Beobachter an der Gründung der Vereinten Nationen teil. In den ersten Jahren des Bestehens der UN spielte Rotary eine derart entscheidende Rolle in der Organisation, dass innerhalb der ersten 12 Jahre fünf Rotarier gar das Amt des Präsidenten der Generalversammlung bekleideten.

Auch während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzen sich die Rotarier durch finanzielle Beiträge und eine Vielzahl an Projekten weiter für den Frieden ein, um das Leben bedürftiger Menschen durch Gesundheitsfürsorge und Bildung zu verbessern. 2002 entwickelte die Rotary Foundation ein neues Programm, das bis weit ins 21. Jahrhundert Auswirkungen haben wird: ein internationales Studienprogramm zu Friedensforschung und Konfliktlösung an sieben Friedenszentren, welche sich an namhaften Universitäten rund um den Globus befinden.

Mehr als 400 Alumni dieser Rotary-Zentren für Internationale Studien im Bereich Friedensforschung und Konfliktlösung setzen sich heute auf der ganzen Welt für den Frieden ein, womit Rotary seinem Ziel, eine ganze Generation an Friedensstiftern zu inspirieren, so nahe ist wie nie.