Rotary.org: RI-Präsident

RI-Präsident


 Präsident Wilfrid J. Wilkinson

 
 

 

Rotary Shares — Wilfrid J. Wilkinson, RI-Präsident — "Gehen Sie hinaus, um zu dienen. Leiten Sie Ihre Clubs an, und vermitteln Sie ihnen Ihre Stärke."


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Februar 2008


Im Februar setzten wir unsere Reise durch Colorado fort - mit einem Besuch in Colorado Springs, wo wir an eine gut besuchten Veranstaltung zu  World Understanding and Peace teilnahmen.

Meine Frau Joan und ich genossen die Zeit in dieser wunderbaren, von Bergen umgebenen Gegend Colorados. Während eines Ausflugs mit unseren Freunden PRID Grant Wilkins und seiner Frau Marlene besuchten wir das historische Broadmoor Hotel und die U.S. Air Force Academy, von denen wir bisher nur gehört hatten.

Unsere nächste Station war Denver, wo die Rotarier der vier aneinander grenzenden Distrikte Denvers ein enorm erfolgreiches Paul Harris Multidistrikt-Dinner im Marriott Denver Tech Center veranstalteten. Es war eine Ehre für mich, so viele neue Paul Harris Fellows persönlich kennen lernen zu dürfen.Bevor wir am nächsten Morgen unseren Rückflug nach Chicago antraten, statteten wir dem in unserem Hotel statt findenden Foundation-Seminar einen Blitzbesuch ab.

Ein paar Tage später, nach einem erholsamen Sonntag, traf ich mich in Ottawa mit Kanadas Minister für internationale Zusammenarbeit. Außer mir gehörten der Delegation unser TRF Chair Bob Scott und Vertreter der Weltgesundheitsorganisation an. Leider konnte der Vertreter des Kinderhilfswerks UNICEF aufgrund eines Schneesturms - demselben, der mich an diesem Abend am Verlassen der Hauptstadt Kanadas hinderte - nicht an diesem Treffen teilnehmen. Ich verbrachte also ungeplanterweise eine weitere Nacht in meinem Heimatland.

Nach meiner Rückkehr nach Chicago am 5. Februar waren die Pläne für unsere Reise nach Brasilien bereits in vollem Gange. Allerdings gab es kurzfristige Änderungen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte sich für einen Besuch des RI-Zentralbüros in Evanston angesagt, weshalb wir unsere Abreise nach Brasilien um einen Tag verschoben.

Das eintägige Treffen mit dem UN-Generalsekretär war eine einzigartige Erfahrung. RI-Generalsekretär Ed Futa hatte üppige Pläne für einen Empfang im RI-Zentralbüro geschmiedet, eine Pressekonferenz arrangiert und das Auditorium für einen Vortrag des UN-Generalsekretärs vor den leitenden RI-Mitarbeitern des RI-Zentralbüros vorbereiten lassen. Leider durchkreuzte wieder das Wetter diese Pläne. Der Flug des Generalsekretärs verspätete sich, woraufhin er seinen Besuch im Zentralbüro kurzfristig absagen musste.

Dafür nahmen Präsident elect Dong Kurn Lee, TRF Chair Scott, Generalsekretär Ed Futa und ich bei anderer Gelegenheit an einem vom Bürgermeister der Stadt Chicago, Richard M. Daley, zu Ehren des UN-Generalsekretärs veranstalteten Luncheons teil. Wir waren äußerst erfreut, dass Ban in seiner Rede Rotary als Organisation pries und sein Bedauern über die wetterbedingte Absage seines Besuchs im Zentralbüro zum Ausdruck brachte.Anlässlich eines im Hotel des UN-Generalsekretärs arrangierten Meetings überreichte ich ihm dann den Rotary Award of Honor . Er dankte mir überschwenglich und entgegnete, es sei eigentlich angemessener, dass Rotary von der UNO eine Auszeichnung erhalte. Danach sprach er über die Beteiligung von Rotary an der Entstehung der Vereinten Nationen, über Rotarys Beteiligung an der Umsetzung der Millenniumsziele der UNO  und über unsere Rolle bei der endgültigen Ausrottung der Kinderlähmung. Ein großer Tag für Rotary!

Am 8. Februar nahmen wir dann in Iguassu Falls (Brasilien) an einem Seminar zum öffentlichen Image von RI teil. Dazu gehörten ausgezeichnete Programme, wie Clubs und Distrikte mit Hilfe der Medien besser untereinander und mit der Öffentlichkeit kommunizieren können. Die Teilnehmer an diesem Seminar stammten aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Im Rahmen der Veranstaltung stellte ich mich auch einer von Past Governor Celia Giay organisierten Frage- und Antwort-Sitzung.

Am 10. Februar, einem Sonntag, pflanzte ich in Iguassu Falls einen Baum. Diese Baumpflanzungen sind in der Vergangenheit bereits von zahlreichen ehemaligen RI-Präsidenten in Ländern weltweit vorgenommen worden.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Dinner mit den amtieren Governors dieser Region sowie den Past Governors des brasilianischen Bundesstaates Parana. Am Sonntag morgen nach dem Gottesdienst flogen wir nach São Paulo zurück, wo uns unsere langjährigen Freunde Past RI Director José Alfredo Pretoni und seine Frau Magnolia empfingen. Wir wurden zu einer noch am gleichen Tag statt findenden Pizza-Party in ihrer Privatresidenz eingeladen, wo wir noch viele andere brasilianischen Freunde, so auch Past RI Director Hipólito Ferreira und seine Frau Marilene trafen. Welch eine wunderbare Gelegenheit, alte Freunde wieder zu treffen!

Am nächsten Tag besuchten wir viele sehr gute, von São Paulo Rotariern geschaffene Projekte, so auch die bekannte Rio Branca School. Es folgte ein Treffen mit dem Bürgermeister, Rotarier Gilberteo Kassab. Wie bereits andere Rotarier vor ihm plädierte er mit ausführlichen Argumenten für die Auswahl São Paulos als Austragungsort der RI Convention 2015.

An diesem Abend fand ein äußerst erfolgreiches Multidistrikt-Bankett statt. Zahlreiche Rotarier aus allen drei Distrikten rund um São Paulo strömten herbei, und obgleich erst zu ziemlich später Stunde das letzte Foto geschossen wurde, war ich äußerst zufrieden über die geleistete Arbeit und die Gastfreundschaft brasilianischer Rotarier.

Am Morgen besuchte ich Kanadas Generalkonsul in São Paulo, Jean-Marc Duval. Später traf ich mit dem Governor des Bundesstaates São Paulo, Dr. José Serra zusammen. Er erläuterte die Schwierigkeiten, die mit der Verwaltung eines 40 Millionen Einwohner-Bundesstaates verbunden seien. Gleichzeitig versicherte er mir aber auch, dass Rotarier äußerst willkommen seien, falls man sich dazu entschließe, die RI Convention 2015 dort abzuhalten.

Dann war es bereits an der Zeit, nach Evanston zurückzukehren und sich liegen gebliebenen Verwaltungsaufgaben zu widmen. Am Donnerstag, dem 14. Februar hielt ich beim jährlichen Trainingsseminar für  regionale RI-Mitgliedschaftskoordinatoren einen Vortrag.

Am darauffolgenden Samstag morgen flogen Joan und ich ins kanadische Winnipeg, um dort am 83. jährlichen Winnipeg Goodwill Weekend teilzunehmen. Dieser ausgezeichneten Veranstaltung ging eine Präsentation der Universitäten vor Ort zu deren Friedens- und Konfliktlösungs-Studienprogramm voraus. Begeistert war ich von dem Vortrag zum Canadian Museum for Human Rights , einem Projekt, für das sich zahlreiche Rotarier sowie der gesamte Distrikt 5550 aktiv engagieren.

Der Haken an der Sache war dieses Mal, dass mein Gepäck nicht angekommen war, weshalb ich gezwungen war, an diesem Abend beim Dinner in meinem großartigen grünen Motto-Jackett zu erscheinen, während das Publikum ausnahmslos Abendkleidung trug! Die Fluggesellschaften haben eben immer eine Überraschung für Sie parat. Ich gratulierte allen amerikanischen und kanadischen Distrikten zu dieser Leistung - einem ausgezeichnet organisierten Programm.

Am Sonntag ging es für Joan und mich zurück nach Evanston, wo ich vor den Regionalkoordinatoren der Foundation 2008/09, die ihr Training gerade begonnen hatten, einen Vortrag hielt.

Am 18. Februar widmete ich mich einigen administrativen Aufgaben, bevor es für mich weiter ging nach Halifax (Neuschottland), wo ich an der Feier des 50-jährigen Bestehens des Rotary Clubs Halifax Northwest teilnahm. Es handelte sich um eine Galaveranstaltung am historischen Pier 21, einem bedeutenden Ankunftsort für Einwanderer nach Kanada im frühen 20. Jahrhundert.

Am nächsten Morgen um 7.30 Uhr traf ich mit engagierten Rotariern bei einem Schülerfrühstück zusammen . Ich war äußerst beeindruckt von dem Leseprogramm, das die Rotarier an dieser Schule veranstalten, die sich in einem wirtschaftlich geschwächten Bezirk der Stadt befindet. Bald danach zeigten mir die Rotarier ein zweites Projekt namens Coffee Pot. Bei diesem Projekt werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Unterkünfte für Obdachlose bereitgestellt. Dank dieses Projekts besteht nun für Obdachlose zu jeder Zeit die Möglichkeit, Unterschlupf und Kontakt zu anderen Leuten zu finden. Damit jedoch nicht genug: Sie gründeten eine Singgruppe, die bereits in den verschiedenen Stadtbezirken und bei verschiedenen Rotary-Veranstaltungen aufgetreten ist. Diese Singgruppe nahm sogar eine CD auf, die zum Verkauf steht.

Am 20. Februar ging es per Flugzeug nach Cincinnati (Ohio) zu einem Vortrag vor Rotariern aus Distrikt 6690. Diese ausgezeichnete und gut besuchte Veranstaltung fand im Hilton Cincinnati Netherland Plaza, einem restaurierten Hotel im Art Deco-Stil, welches gleichzeitig eine beeindruckenden Sehenswürdigkeit der Stadt ist, statt. Bei dieser Veranstaltung sorgte Past RI Director Bruce Cook gemeinsam mit Governor John Beals dafür, dass unser Kurzbesuch zu einem einmaligen Erlebnis für uns wurde und wir auch Zeit zum Ausruhen hatten.

Am selben Nachmittag noch flogen wir nach Philadelphia, wo im Hotel Radisson in Valley Forge-King of Prussiadas Mid-Atlantic-PETS in vollem Gange war. Ich beobachtete viele Diskussionsgruppen und hielt beim Dinner am Freitag einen Vortrag. Bei diesem Meeting hielten zahlreiche führende Rotarier Vorträge, unter anderem RI Vice President Michel McGovern, Trustee Rudolf Hörndler und RI Director Mike Colasurdo. Auch Past RI Vice President Frank Collins und Past RI Director Lynmar Brock waren anwesend und steuerten Wesentliches bei.

Am Samstag morgen, nachdem ein großer Schneesturm über den Osten der USA hinweggefegt war, nahmen wir in Portland (Maine) an einem World Understanding and Peace-Dinner teil, welches vom Distrikt  7780 organisiert worden war. Eine weitere Veranstaltung, an der wir gerne teilnahmen und die lohnend für uns war. Leider wurden wir erneut durch die Fluggesellschaften enttäuscht, denn weder Joans noch mein Gepäck traf ein. Glücklicherweise war man in Maine etwas weniger auf Form bedacht, und wir brauchten uns beim Abendessen nicht so fehl am Platze zu fühlen wie beim Dinner in Winnipeg eine Woche zuvor. Kurz vor unserem Abflug nach Chicago am Flughafen in Portland kam dann unser Gepäck aus Philadelphia an.

Am Dienstag, dem 26. Februar, wurden wir in Houston zu einer Rotary-Geburtstagsfeier im Distrikt 5890 erwartet. Als ich jedoch am 25. Februar ins Büro kam, wurde mir mitgeteilt, es sei zu erwarten, dass Chicagos Flughafen O`Hare aufgrund eines bevorstehenden Schneesturms eventuell geschlossen werden würde. Um unseren Verpflichtungen in dieser Woche nachkommen zu können, entschlossen wir uns kurzfristig, einen Flug um 14:45 Uhr nach Houston zu nehmen, doch innerhalb einer Stunde wurde uns mitgeteilt, dieser Flug habe eventuell Verspätung, weshalb wir uns beeilten, einen Flug um 13.45 Uhr noch zu erreichen. Unser Aufenthalt in Chicago betrug daher weniger als 24 Stunden.

Am Mittwoch ging es per Flugzeug weiter nach Tampa (Florida), wo wir bei unseren kanadischen Freunden aus Trenton, Ontario, den Rotariern Phil und Carole Panelas, übernachteten. Governor Tim Schuler organisierte den Besuch eines Gebetshauses, das von Dian Brown, der Gattin von Past RI-Präsident Herb Brown, eingerichtet worden war - ein bewegendes Erlebnis. Noch beeindruckter waren wir, als wir erfuhren, dass Diane das Konzept des Gebetshauses in andere Städte in den Vereinigten Staaten getragen hat.

Am Tag darauf ging es nach Tarpon Springs, wo wir im Innsbrook Golf and Country Club übernachteten. Am nächsten Morgen besuchten wir Honeymoon Island, wo Rotarier vor Ort ein Museum eingerichtet hatten, indem ein besonderer Raum Past RI Präsident Herb Brown gewidmet ist, und in dem auch das Rotary Centennial Project Nature Center untergebracht ist. Wir hatten ein wunderbares Mittagessen mit einmaliger Aussicht auf den Golf von Mexiko, und das Projekt zeigte mir wieder einmal, wie engagiert sich hier die Rotarier vor Ort für die Umwelt einsetzen.

Am gleichen Abend noch nahmen wir in der beeindruckenden Greek Hall an einem Treffen von mehr als 400 Rotariern teil. Zu dieser Gruppe gehörten 40 Kanadier, von denen die meisten nur die kalte Jahreszeit in Florida verbringen. Ich traf sogar ganz zufällig auf ein neues Mitglied meines Heimatclubs, das dem Club nach meinem vorübergehenden Umzug nach Evanston beigetreten war.

Am 29. Februar reisten wir dann nach Oklahoma City, wo uns Governor Mary Postic und Past Governor Chuc Musgrave, beide aus Distrikt 5750, einen herzlichen Empfang bereiteten. Nach dem Einchecken im Hotel ging es zu einem Fernsehsender, wo ich ein Live-Interview gab. Diesem folgte ein privates Abendessen mit Governor Marty, Governor Mary Sherman vom Distrikt 5770 und verschiedenen anderen Amtsträgern.

Kurzes Fazit: Seit dem 1. Januar 2008 hatten wir bereits in 20 Städten übernachtet! Im März setzten wir dann unsere Reisen durch Nordamerika fort.