Rotary.org: Das Leben von Paul Harris - Kindheit und Jugend in Vermont

Das Leben von Paul Harris


 Kindheit und Jugend in Vermont

 
 

Harris im Alter von drei Jahren, als er zu den Großeltern zog

Harris als junger Student an der University of Vermont in Burlington, 1886

P aul P. Harris wurde als Sohn von George und Cornelia Harris am 19. April 1868 in Racine, Wisconsin, geboren. Vater George versuchte, die Familie als Kleinunternehmer durchzubringen, war aber oft auf die finanzielle Unterstützung seines Vaters angewiesen -- so sehr, dass im Juli 1871 der kleine Paul und sein Bruder Cecil zu den Großeltern nach Wallingford, Vermont geschickt wurden, um dort aufzuwachsen. Paul Harris schrieb später: “Bei allen Vorwürfen, die man George und Cornelia machen könnte, eines konnte man ihnen nicht vorwerfen: Sparsamkeit. Sie waren beide großartig im Geldausgeben."

Paul wurde von den Großeltern aufzezogen und sah seine Eltern nur einige wenige Male, wenn diese versuchten, die Familie wieder zusammen zu bringen. Er wuchs auf, um die Familienwerte zu verehren, die das Neuengland seiner Jugend charkterisierten. Im Oktober 1928, als er zur Neugründung des Rotary Club of Wallingford an den Ort seiner Jugend zurückkehrte, verkündete er: “Vieles im heutigen Rotary kann auf den guten, alten, neuenglischen Familientisch zurück geführt werden."

Paul war als Kind ein Spitzbube und als Student ein Wandergesell. Er hatte "nichts gegen das Lesen, vorausgesetzt, dass es sich bei der Lektüre um etwas Vernünftiges handelte. Und Pilgrim’s Progress  oder Das Leben des Plutarch gehörten nun einmal nicht in diese Kategorie ", heißt es später in den Memoiren. Er besuchte die Grundschule in Wallingford und die Oberschule in Rutland, wo er oft Streiche spielte und die Schule schwänzte. Er besuchte auch die Black River Academy in Ludlow, wurde aber bereits nach einigen Wochen wieder hinausgeworfen.

Nach dem Besuch der Vermont Military Academy schrieb sich Harris an der University of Vermont in Burlington ein. Im Dezember 1886 wurden er und drei andere Studenten für ihre subversiven Tätigkeiten (sie hatten eine Untergrundgesellschaft gegründet) der Universität verwiesen. Er schrieb später, dass, obwohl  ihn in Bezug auf die Tatvorwüfe keine Schuld traf, der Hinauswurf letztlich durchaus gerechtfertigt war.

Ich nahm gekonnt an der Gründung einer Untergrundgesellschaft zur "Unterwerfung widerspenstiger Erstsemester/Studienanfänger" teil. Die Tätigkeit dieser Geheimorganisation gaben dem Universitätsleben neuen Glanz. Präsident Buckham erfuhr von den Veränderungen und verwies vier der aktivsten Mitglieder von der Schule. Ich war einer der vier. Ich war zwar nicht schuldig für die spezielle Gräueltat, die mir zur Last gelegt wurde, doch hatt ich durch mein Benehmen den Rauswurf mehr als verdient.

Paul Harris verbrachte den Frühling mit einem vom Großvater bezahlten Privatlehrer, und im Herbst 1887 begann er erneut seine Studien, diesmal an der Princeton University. Diesmal wurde seine Studienzeit durch den Tod seines Großvaters unterbrochen. Obwohl Harris das Semester abschloss, kehrte er im folgenden Studienjahr nicht an die Universität zurück.